EU-Coronahilfen
: Über 600 Millionen Euro – 22 Festnahmen wegen mutmaßlichen Betrugs

Wegen des mutmaßlichen Betrugs mit EU-Coronahilfen von mehreren hundert Millionen Euro haben Behörden 22 Menschen festgenommen.
Von
Philipp Staedele
Brüssel
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Belgien, Brüssel: Im Zusammenhang des mutmaßlichen Betrugs mit EU-Coronahilfen in Millionenhöhe sind mehrere Menschen festgenommen worden.

Zhang Cheng

Wegen mutmaßlichen Betrugs mit EU-Coronahilfen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro haben die Behörden laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP 22 Menschen festgenommen sowie Villen und Luxusautos beschlagnahmt.

Razzia bei mutmaßlichem Betrügernetzwerk

Die Beamten durchsuchten nach Angaben der Europäischen Staatsanwaltschaft am Donnerstag Wohnungen von Mitgliedern eines mutmaßlichen Betrügernetzwerks in Italien, Österreich, Rumänien und der Slowakei. Das Netzwerk soll zwischen 2021 und 2023 Millionensummen aus dem Corona-Aufbaufonds der EU unterschlagen haben.

Mehr als 600 Millionen Euro

Die italienische Finanzpolizei beschlagnahmte auf richterliche Anordnung Vermögen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro. Darunter waren Wohnungen und Villen, „erhebliche Summen“ in Kryptowährungen, Uhren und Schmuck der Marken Rolex und Cartier sowie Luxusautos der Hersteller Lamborghini, Porsche und Audi, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt waren demnach landesweit mehr als 150 Polizeibeamte im Einsatz und durchsuchten Gebäude in mehreren Städten mit Unterstützung von Bargeld-Spürhunden.

Acht der 22 Verdächtigen wurden nach Angaben der Europäischen Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen, 14 weitere stehen unter Hausarrest.