Erneut Warnstreiks bei Kaufland, ALDI, Edeka und Co.
: Diese Städte sind betroffen

Beschäftigte im Einzel- und Großhandel treten erneut in den Warnstreik. Wo müssen Kundinnen und Kunden sich jetzt auf Einschränkungen in Supermärkten und Geschäften einstellen?
Von
David Hahn
Hannover
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Gewerkschaft Verdi: ARCHIV - 10.04.2018, Berlin: Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und eine rote Trillerpfeife. Im Tarifkonflikt im Einzelhandel bestreikt die Gewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben erstmals ein Logistikzentrum von Kaufland in der Region Hannover (Illustration). (zu dpa: «Verdi-Warnstreik trifft Hannover, Wolfsburg und Göttingen») Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Beschäftigte mehrerer Handelsketten wie Kaufland, ALDI und Edeka treten in Niedersachsen und Bremen erneut in den Warnstreik.

Christophe Gateau/dpa

Der Tarifkonflikt im Einzel- und Großhandel spitzt sich weiter zu. Die Gewerkschaft ver.di hat für mehrere Tage im Mai erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern, bei denen nach Angaben der Gewerkschaft bislang kein Angebot vorgelegt wurde. Betroffen sind verschiedene Handelsunternehmen, darunter Kaufland, ALDI, Edeka, IKEA sowie mehrere Textil- und Fachgeschäfte.

Warnstreiks in Hannover und Barsinghausen

Im Raum Hannover beginnen die Arbeitsniederlegungen bereits am 21. Mai. Besonders im Fokus steht das Kaufland-Logistikzentrum in Barsinghausen. Dort sollen Beschäftigte für 24 Stunden die Arbeit niederlegen. Das Logistikzentrum zählt zu den bundesweit wichtigen Standorten des Unternehmens. Durch den Streik könnten nach Angaben von ver.di Lieferengpässe in Kaufland-Filialen der Region entstehen.

Am 23. Mai sollen die Proteste in Hannover ausgeweitet werden. Geplant sind ganztägige Warnstreiks in Filialen und Betrieben verschiedener Handelsunternehmen. Betroffen sind unter anderem H&M, Primark, Zara, Douglas, IKEA, Kaufland, ALDI, Edeka und Metro. Zusätzlich organisiert ver.di eine Demonstration durch die Innenstadt mit einer Kundgebung und mehreren Redebeiträgen.

Die Gewerkschaft begründet die Aktionen mit den stockenden Tarifgesprächen. „In kaum einer anderen Branche steht dem Reichtum der Konzern-Chefs die arbeitende Armut ihrer Beschäftigten so skandalös gegenüber wie im Handel. Die Beschäftigten bei Kaufland haben eine Reallohnsteigerung verdient für die harte Arbeit, die sie täglich in den Filialen und in der Logistik leisten“, sagt ver.di-Gewerkschaftssekretär Mizgin Ciftci.

Auch Bremen vom Tarifkonflikt betroffen

Neben Niedersachsen erreicht der Tarifstreit Medienberichten zufolge diese Woche auch Bremen. Dort ruft ver.di die Beschäftigten des Einzel- und Großhandels für den 22. Mai zum Warnstreik auf. Nach Angaben der Gewerkschaft müssen sich Kundinnen und Kunden auf Einschränkungen in Supermärkten sowie in Textil- und Fachgeschäften einstellen.