Erkrankung bleibt oft unbemerkt: Nach Tod von Adam Wolke: Woran man ein Hirnaneurysma erkennt

Hirnaneurysmen bleiben oft unbemerkt: Die Ausbuchtungen an Blutgefäßen im Gehirn verursachen meist keine Beschwerden.
Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/dpa-tmn- Hirnaneurysmen bleiben oft unbemerkt, verursachen meist keine Beschwerden.
- Risiko steigt durch Bluthochdruck, Rauchen, Entzündungen und mit dem Alter.
- Reißt ein Aneurysma, drohen plötzliche starke Kopfschmerzen und eine SAB – Notfall.
- Etwa 40 von 100 sterben in den ersten Wochen, 30 von 100 erleiden schwere Schäden.
- Behandlung: Beobachtung, Clipping oder Coiling je nach Risiko und individueller Abwägung.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der deutsche Streamer Adam Wolke (SkylineTV) ist tot. Wie die Content-Creator Jens „Knossi“ Knossalla und Verena Ullrich am Dienstagnachmittag in einem gemeinsamen Instagram-Post mitteilten, habe Wolke eine schwere Hirnblutung infolge eines geplatzten Hirnaneurysmas erlitten. Sein Management bestätigte den Tod.
Der Tod des Streamers rückt eine Erkrankung in den Blick, die oft unbemerkt bleibt: das Hirnaneurysma.
Krankhafte Gefäßausbuchtung
Ein Aneurysma ist eine krankhafte, örtlich begrenzte sack- oder beerenförmige Ausbuchtung einer Arterie. Im Gehirn bildet es sich häufig an Verzweigungsstellen der Blutgefäße.
Ein Aneurysma entsteht, wenn die Gefäßwand an der betroffenen Stelle weniger elastisch wird. Ursächlich kann eine starke Beanspruchung der Gefäßwände bei Bluthochdruck, Entzündungen oder Rauchen sein. Auch der normale Alterungsprozess führt laut Informationsangebot „gesund.bund.de„ dazu, dass die Gefäße mit den Jahren an Elastizität verlieren. In manchen Fällen kann ein Aneurysma auch angeboren sein.
- Von 100 erwachsenen Personen haben den Informationen zufolge etwa 4 ein Hirnaneurysma.
- Frauen haben dabei ein höheres Risiko als Männer.
- Das gilt ebenso für Menschen, deren Eltern oder Geschwister ein Hirnaneurysma haben.
- Außerdem steigt das Risiko mit dem Alter.
Symptome und Beschwerden
Die meisten Hirnaneurysmen verursachen keine Beschwerden und bleiben ein Leben lang unbemerkt. Laut dem Portal „gesundheitsinformation.de“ erfahren viele Menschen nur zufällig davon, etwa wenn der Kopf wegen einer anderen Erkrankung radiologisch untersucht wird.
Wenn ein Aneurysma auf Gehirn oder Nerven drückt, können Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Lähmungen der Augenmuskeln auftreten. Seltener sind Krampfanfälle sowie Empfindungs-, Sprach- oder Hörstörungen.

Plötzliche, sehr starke Kopfschmerzen können auf eine lebensbedrohliche Hirnblutung hinweisen und erfordern sofortige notärztliche Hilfe.
Christin Klose/dpa-tmnWenn das Aneurysma reißt
Reißt ein Aneurysma, kommt es zu einer Subarachnoidalblutung (SAB), einer lebensbedrohlichen Hirnblutung. Dabei steigt der Druck im Schädel, und das empfindliche Hirngewebe wird geschädigt.
Typisch sind plötzliche, sehr starke Kopfschmerzen. Sie beginnen oft am Hinterkopf und Nacken, breiten sich über den ganzen Kopf aus und ziehen bis in den Rücken. Weitere Anzeichen sind laut „gesundheitsinformation.de“ ein steifer Nacken, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen. Eine Subarachnoidalblutung ist ein Notfall und muss so schnell wie möglich notärztlich behandelt werden.
Etwa 40 von 100 Betroffenen sterben innerhalb der ersten Wochen an der Blutung, heißt es bei „gesund.bund.de“. Bei etwa 30 von 100 Betroffenen verursache die Blutung schwere Nervenschäden.
Vorbeugung und Behandlung
Hirnaneurysmen ohne Beschwerden und mit geringem Rissrisiko werden in der Regel beobachtet. Dabei prüfen Ärztinnen und Ärzte etwa mit einer MRT-Untersuchung, ob sich Form oder Größe verändern.
Wichtig ist zudem Risikofaktoren so weit wie möglich zu vermeiden. Bluthochdruck sollte man behandeln lassen, aufs Rauchen verzichten.

Je nach Befund kommen regelmäßige Kontrollen oder ein vorbeugender Eingriff infrage.
Michael Matthey/dpa/dpa-tmnIst das Risiko für eine Hirnblutung hoch, kann unter Umständen ein vorbeugender Eingriff sinnvoll sein. Dabei wird das Aneurysma entweder mikrochirurgisch mit einem Metallclip abgeklemmt (Clipping) oder über einen Katheter mit Platinspiralen verschlossen (Coiling). Beide Verfahren bergen jedoch auch Risiken wie Schlaganfall oder Lähmungen, die es individuell abzuwägen gilt.
