Erhöhter Bleigehalt: Barilla ruft diese Pasta zurück

Barilla ruft Nudeln in der Schweiz zurück. Ob auch Produkte in Deutschland betroffen sind, ist derzeit unklar. (Symbolbild)
Jan Woitas/dpaBarilla ist bekannt für seine Pasta-Produkte und Nudelsaucen. Nun sorgt das Unternehmen allerdings nicht für kulinarische Neuigkeiten, sondern muss mit einem Produktrückruf an die Öffentlichkeit gehen. Welche Pastasorte betroffen ist und wie Kundinnen und Kunden nun reagieren müssen.
Barilla Rückruf: Diese Pasta enthält zu viel Blei
Die Handelskette Spar in der Schweiz hat gemeinsam mit den kantonalen Behörden einen Rückruf für das Produkt „Barilla Integrale Vollkorn Penne Rigate“ (500 g) gestartet. Grund ist ein erhöhter Bleigehalt, der bei einer Analyse festgestellt wurde. Betroffen ist die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.03.2026 und der Lotnummer I13446624.
Ob auch Packungen in Deutschland betroffen sind, ist derzeit unklar. Ein Eintrag im europäischen Schnellwarnsystem RASFF weist jedoch darauf hin, dass die Meldung aus Deutschland veranlasst wurde. Update: 4. Juni 2025 um 15:30 Uhr: Barilla hat ein Statement abgegeben und weist darauf hin, dass der festgestellte Grenzwert für Blei, der bei einer Analyse nachgewiesen wurde, zwar über dem für Pasta geltenden Richtwert liegt, jedoch deutlich unter dem Höchstwert, der für andere Lebensmittel mit vergleichbarem Verzehrmuster gilt – wie etwa Muscheln (1,5 mg/kg).
Gleichsam erwähnt das Unternehmen in seiner Stellungnahme, dass Vollkornpasta der betroffenen Charge in „geringem Umfang in Deutschland distribuiert wurde“.
Wegen Bleigehalt: Darum ruft Barilla die Penne zurück
Verbraucherinnen und Verbraucher werden dringend gebeten, die betroffenen Nudeln nicht zu verzehren. Blei kann sich im Körper anreichern und zu chronischen Vergiftungen führen, die insbesondere für Kinder und Schwangere gefährlich sind. Aufgrund der geltenden Grenzwerte vergleichbarer Produkte bestehe aber laut dem Unternehmen keine Gesundheitsgefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher. „Der Verzehr in haushaltsüblichen Mengen ist völlig unbedenklich. Demnach teilen wir die Einschätzung der deutschen Behörden, eine Rücknahme – jedoch keinen öffentlichen Rückruf – als adäquate Maßnahme zu bewerten.“, heißt es in dem Statement.
Blei ist ein Schwermetall, welches sich selbst bei sehr kleinen Mengen im Körper anreichern kann, wenn diese über einen längeren Zeitraum stetig eingenommen werden. Es kann so zu chronischen Vergiftungen kommen, die unter anderem Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen, später auch Gewichtsverlust und Schäden am Nervensystem, bei der Blutbildung sowie an der Muskulatur. Auch auf die Zeugungsfähigkeit kann sich eine chronische Bleivergiftung auswirken.
Kunden können das Produkt in den Verkaufsstellen von Spar, maxi/// oder TopCC zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet.
