Erdrutsch in Kalifornien
: Könnten Sie in dieser 16-Millionen-Villa noch ruhig schlafen?

In Kalifornien müssen Villenbesitzer um ihre teuren Anwesen bangen. Nach einem Erdrutsch wird der Gang auf die Terrasse zur Mutprobe.
Von
Daniel Steiger
Dana Point
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Kurz vor dem Abgrund steht diese Villa in Kalifornien nach einem Erdrutsch.

PATRICK T. FALLON/AFP

Ein Frühstück auf der Terrasse mit einem wundervollen Blick über den Ozean? Wer würde da ablehnen? Bei einigen Villen in Kalifornien muss man jetzt aber recht höhentauglich sein, wenn man auf die Terrasse hinaustritt. Schuld sind schwere Unwetter.

Dramatische Bilder zeigen Auswirkungen von Erdrutsch

Die Villen an der südkalifornischen Pazifikküste sind durch einen Erdrutsch ziemlich nah an die steile Klippe herangerückt. Dramatische Bilder zeigen, dass in der Stadt Dana Point drei Anwesen im Millionenwert nun noch näher als zuvor an dem Abhang stehen. Als Folge schwerer Regenfälle waren dort Tonnen von Gestein und Erdreich ins Meer gekracht. Und dennoch: Die Villen sollen erstaunlicherweise weiterhin bewohnbar sein.

Lewis Bruggeman, der eine der betroffenen Villen in der Gemeinde südlich von Los Angeles besitzt, sagte dem Lokalsender KCAL-TV, sein Haus sei „nicht bedroht“. Die Stadtverwaltung habe befunden, dass es „im Moment kein strukturelles Problem“ mit dem Gebäude gebe.

Bürgermeister Jamey Federico versicherte seinerseits, die Bilder sähen „viel beängstigender“ aus, als die Lage tatsächlich sei. Ingenieure hätten Bruggemans Villa inspiziert und seien zu dem Schluss gekommen, „dass keine unmittelbare Bedrohung für die Struktur besteht“, wurde Federico von der „Los Angeles Times“ zitiert.

Eigentlich ganz schön malerisch dieser Blick über den Pazifik...

PATRICK T. FALLON/AFP

Von der „Los Angeles Times“ veröffentlichte Bilder aus der Zeit vor und nach dem Erdrutsch zeigen, dass ein großes Stück Grünfläche an Bruggemans 16 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) teurer Villa komplett verschwunden ist. Laut Meteorologen steht dem Gebiet neuer schwerer Regenfall bevor.

Die Vogelperspektive zeigt die Nähe des Hauses zur Abbruchkante

PATRICK T. FALLON/AFP

(mit Material von AFP)