Erdrutsch in Italien: Schlammlawine erfasst Häuser in den Dolomiten

Das Handout der örtlichen Feuerwehr Vigili del Fuoco zeigt eine Schlammlawine, die nach einem heftigen Gewitter zu Verwüstungen in Borca di Cadore führt, einem Ortsteil von Cancia in der Provinz Belluno in Venetien, Italien.
-/Vigili del Fuoco/dpa- Schlammlawine in Norditalien beschädigt über 20 Häuser in Borca di Cadore.
- Kein Verletzter, aber mehrere Evakuierungen; Notstand ausgerufen.
- Zufahrtsstraßen, darunter „Alemagna“, blockiert; Stromausfälle.
- Schutzmaßnahmen verhindern größere Katastrophe wie 2009.
- Einsatzkräfte beseitigen Schlamm und Geröll, sichern Häuser.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei einem Erdrutsch in der italienischen Dolomiten-Gemeinde Borca di Cadore in der Provinz Belluno in Venetien sind etwa 20 Häuser beschädigt worden. Auch mehrere Fahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Verletzte gebe es nach bisherigen Informationen nicht, mehrere Bewohner wurden jedoch vorsorglich evakuiert, so die Feuerwehr.
Die Schlammlawine war in der Nacht zum Montag, 16.6., im Ortsteil Cancia nach einem heftigen Gewitter abgegangen. Der Murgang brachte Schlamm, Wasser und Geröll ins Tal. Venetiens Regionalpräsident Luca Zaia rief für die betroffene Region den Notstand aus.
Menschen in Wohnungen blockiert, Zufahrtsstraßen gesperrt
Die Einsatzkräfte sind zurzeit noch mit der Beseitigung von Schlamm und Felsbrocken in den betroffenen Gebieten beschäftigt. Einige Häuser seien vorübergehend nicht zugänglich gewesen, hieß es am Dienstag. Bis zu zehn Menschen sollen zudem in ihren Häusern eingeschlossen gewesen sein, weil Felsbrocken die Eingänge versperrten. In einigen Gebieten sei auch der Strom ausgefallen.

Nach heftigen Regenfällen hat ein Erdrutsch im norditalienischen Cancia über 20 Häuser beschädigt.
-/Vigili del Fuoco/dpaAuch die Staatsstraße „Alemagna“, eine wichtige Verbindung in Richtung Cortina d’Ampezzo und eine beliebte Urlaubsroute, sowie weitere Zufahrtsstraßen waren zwischenzeitlich blockiert, wie Ansa berichtete. Feuerwehr und Zivilschutz räumten verschüttete Wege und sicherten Häuser.
Unwetter 2009 forderte zwei Todesopfer
Roberto Padrin, Präsident der Provinz Belluno, erklärte auf Facebook: „Der Murgang hat erneut Cancia getroffen. Die in den letzten Jahren durchgeführten Arbeiten haben eine Katastrophe abgewendet, die ein größeres Ausmaß hätte annehmen können.“ 2009 waren in dem Ort zwei Menschen bei einem ähnlichen Ereignis ums Leben gekommen. Die Region hatte daraufhin Schutzbecken, Alarmanlagen und Auffangsysteme installiert.

