Wegen Erdbeben vor Santorini
: Beliebte Touristenspots und Hotels gesperrt

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Santorini (Griechenland) aufgrund von Erdbeben geändert. Einige Touristenspots der Insel sind nun gesperrt
Von
Nicole Züge
Berlin
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Blick auf das Häusermeer der griechischen Ferieninsel Santorini. (zu dpa: «Erdbeben versetzt Menschen auf Insel Santorini in Angst») +++ dpa-Bildfunk +++

Blick auf das Häusermeer der griechischen Ferieninsel Santorini. Einige Touristenhotspots und Unterkünfte sind wegen der Erdbebengefahr bis nach Ostern gesperrt. Das müssen Griechenland-Reisende nun wissen.

Cindy Riechau/dpa
  • Erdbeben vor den Küsten griechischer Inseln, besonders Santorini, führen zu Reisewarnung.
  • Erdbebenstärke zwischen 3 und 5,2 auf der Richterskala, Notstand bis 3. April 2025.
  • Urlauber auf Santorini, Amorgos, Anafi und Ios sollten Vorsichtsmaßnahmen treffen.
  • Notfallwarnungen auf Handys aktivieren, sichere Routen wählen.
  • Plattform "mysafetyplan.gov.gr" bietet digitale Karte sicherer Orte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Postkartenidylle auf den griechischen Inseln wird derzeit durch eine Reisewarnung für Griechenland im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert, denn seit Jahresbeginn gab es vor allem vor der beliebten Insel Santorini immer wieder Seebeben. Das Auswärtige Amt hat nun darüber informiert, dass einige beliebte Touristen-Hotspots auf Santorini gesperrt sind. Auch Hotels, Wohngebäude und Ferienhäuser sind betroffen. Wie lange die Sperrung andauert und was für Griechenland-Reisende wichtig ist.

Notfallmaßnahmen auf Santorini wegen Erdbeben

Anfang Februar 2025 gab es auf und vor der griechischen Trauminsel Santorini kontinuierliche Erd- und Seebeben. Die Stärke der Beben schwankte laut dem Auswärtigen Amt zwischen 3 und 5,2 auf der Richterskala. Auch wenn die seismologische Aktivität auf der Kykladeninsel sich derzeit nur noch auf einem niedrigen Niveau bewegt, rechnen die griechischen Behörden mit weiteren Erdbeben. So wurde bereits am 17. März ein Reisehinweis für die griechische Insel Santorini erneuert. Soeben hat das Auswärtige Amt darüber informiert, dass einige beliebte Touristenorte auf Santorini noch bis zum 14. Mai 2025 gesperrt sind.

Folgende Orte auf Santorini sind betroffen:

  • Die Zugänge zum alten Hafen von Fira und dem Bereich oberhalb der Seilbahnanlage (Wanderweg Fira/alter Hafen) sind vorübergehend verschlossen, das Betreten ist verboten. Außerdem wird hier die Nutzung von Wohngebäuden, Hotels, Kurz- und Langzeitvermietungen vorübergehend ausgesetzt.
  • Der Zugang und Aufenthalt auf den Wanderwegen Ammoudi – Kap Agios Nikolaos und Oia – Ammoudi (beide auf Santorini) ist verboten.
  • Im Ort Armeni (Oia, Santorini) ist der Zugang zum und Aufenthalt im östlichen Teil des Ortes vorübergehend untersagt. Die Nutzung von Wohngebäuden, Hotels, Kurz- und Langzeitvermietungen wird auch hier ausgesetzt.
  • Ammoudi (Santorini): Der Verkehr und die Durchfahrt von Fahrzeugen jeglicher Art auf der Gemeindestraße nach Ammoudi und auf der Umgehungsstraße von Oia zum Hafen von Ammoudi ist verboten. Jede Nutzung von Wohngebäuden, Hotels, Kurz- und Langzeitvermietungen wird vorübergehend ausgesetzt.
  • Jeglicher Zugang und Aufenthalt in der Thirasia-Bucht ist vorübergehend verboten, ebenso wie die Nutzung von Wohngebäuden, Hotels, Kurz- und Langzeitvermietungen.
  • Jeglicher Zugang per Schiff oder Wasserfahrzeug ist nur mit Genehmigung der Hafenbehörde von Thira (Santorini und Thirasia) erlaubt.

Santorini-Urlaub: Wie sollen Reisende sich nun verhalten?

Wer einen Griechenland Urlaub auf einer der o.g. Inseln gebucht hat, kann mit Stand vom 25.03.2025 die Reise antreten, wenn die gebuchte Unterkunft nicht von den oben genannten Notfallmaßnahmen betroffen ist. Touristen sollten aber vorsorglich folgende Dinge tun, um sich nicht in Gefahr zu bringen:

  • Anfahrten und Aufenthalte in den oben genannten Orten sowie generell steile Abhänge (Gefahr von Erdrutschen) und möglichst auch große Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen meiden; keine verlassenen Gebäude betreten.
  • Auf dem Mobiltelefon die Option „Notfallbenachrichtigungen (Cell Broadcast Alerts) aktivieren, damit wird über Evakuierungsmaßnahmen informiert. Wer ein iPhone besitzt, kann die Warnungen so anschalten: Über die Einstellungen den Unterpunkt „Mitteilungen“ auswählen und dann ganz unten die „Testwarnungen“ aktivieren. Auch bei Android lassen sich die Warnungen aktivieren. Dafür navigiert man in den Einstellungen zum Punkt „Sicherheit und Notfälle“. Dort können die „Katastrophenwarnungen“ angeschaltet werden.
  • Das Auswärtige Amt empfiehlt, eine Powerbank mitnehmen, damit man im Notfall das Handy möglichst lange in Betrieb halten kann.
  • Die digitale Plattform „mysafetyplan.gov.gr“ bietet (in griechischer Sprache) eine „digitale Karte sicherer Orte“, die in Echtzeit Informationen zu den von Katastrophenschutz, Kommunen und Regionen bereitgestellten Notunterkünften bietet.