Erdbeben in Italien
: In Neapel bebt die Erde, Menschen rennen auf die Straße

In Italien ist es erneut zu einem Erdbeben gekommen. Menschen in Neapel rennen verängstigt auf die Straße. Alle Infos im Überblick.
Von
Philipp Staedele
Neapel
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In Neapel kam es zu einem Erdbeben, Menschen rennen verängstigt auf die Straße.

picture alliance / dpa | Ciro Fusco

Nach einem Beben in der Toskana ist Italien am frühen Mittwochmorgen erneut von einem Erdbeben erschüttert worden.

Wo hat das Beben stattgefunden?

Am frühen Mittwochmorgen wurde die Region um die süditalienische Stadt Neapel von einem Erdbeben erschüttert. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) identifizierte das Epizentrum in den Phlegräischen Feldern.

Nach ersten Erkenntnissen des italienischen Zivilschutzes gab es keine Verletzten oder stärkere Schäden. In der Gegend seien viele Menschen bei den Erdstößen verängstigt auf die Straßen gelaufen, berichteten mehrere Medien.

Bereits seit Montagabend habe es unter der Erdoberfläche wieder vermehrt rumort, hieß es vom INGV. Das Erdbeben gegen 3.35 Uhr war jedoch das stärkste seit langem und versetzte viele Menschen in Angst. „Das Bett bewegte sich, Gemälde und Gegenstände auf dem Kleiderschrank fielen herunter, alles tanzte. Dieses Mal war es sehr stark“, schrieb eine Userin bei Facebook.

Die Aufnahmen zeigten ängstliche Menschen, die sich auf den Straßen versammelten. Der Zugverkehr zwischen Neapel wurde für einige Stunden eingestellt, und in Pozzuoli sollten die Schulen am Mittwoch geschlossen bleiben.

Wie stark war das Erdbeben?

Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab die Stärke mit 4,2 an und verortete das Epizentrum in den Phlegräischen Feldern.

Hohe vulkanische Aktivität in der Region

Die Phlegräischen Felder, ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität in der Region Kampanien im Süden Italiens, werden seit geraumer Zeit von vielen kleinen Erdbeben heimgesucht. Allein im August wurden rund um Europas größten aktiven Supervulkan 1118 Erdstöße registriert.

Meistens sind es allerdings kleine und kaum spürbare Erschütterungen, die die Erdkruste über den Phlegräischen Feldern schwächen. Immer wieder warnen Forscher vor diesem Phänomen. Seit elf Jahren gilt für das Gebiet daher die Alarmstufe gelb, die zur Vorsicht aufruft.

Informationen rund um das Thema Klimawandel und die Folgen gibt es auf unserer Klimawandel–Themenseite.

(mit Material von dpa)