Frostige Wetterprognose
: So eisig und schneereich kann der Winter werden

Mehrere Wetterfaktoren deuten auf einen frostigen und schneereichen Winter in Deutschland hin. Wie eisig kann er in diesem Jahr wirklich werden? So winterlich sind die Prognosen.
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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Winter in Brandenburg: 14.02.2025, Brandenburg, Sachsendorf: Die Sonne scheint bei schönstem Winterwetter über dem verschneiten Oderbruch im östlichen Brandenburg. In der vergangenen Nach hatte es teilweise bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in weiten Teilen von Berlin und Brandenburg gegeben. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die ersten Wetterprognosen für den Winter sind da und sie sind eisig! Welche Faktoren dafür sprechen und welche Regionen sich warm anziehen müssen. (Symbolbild)

Patrick Pleul/dpa

Frühprognosen zeigen klare Signale für einen kalten und schneereichen Winter. La Niña und ein geschwächter Polarwirbel könnten Deutschland ordentliche frieren lassen. Meteorologen sehen mehrere Anzeichen. Welche Auswirkungen sie haben und was sie für unseren europäischen Winter bedeuten.

Die Winter-Prognosen sind kalt und schneereich

Laut Langzeitprognosen von Severe Weather Europe deuten mehrere klimatische Signale darauf hin, dass Europa ein klassischer Winter bevorstehen könnte – kalt, schneereich und vergleichsweise hart.

Auch der Wetterkanal „Weather Channel“ berichtet, dass es in Deutschland zu frostigen Phasen kommen könnte.

Das sind die Zeichen für einen harten Winter

1. Der Polarwirbel ist schwach

Der Polarwirbel ist ein großer Faktor für das Wettergeschehen. Ist er schwach, so wie es aktuell der Fall ist, breitet sich kalte Polarluft weiter aus. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario liegt laut den Meteorologen bei 60 bis 75 Prozent. Neben Nordamerika wären dann auch Nordeuropa und Mitteleuropa betroffen – mit deutlich niedrigeren Temperaturen als üblich.

2. La Niña bringt kältere Luft nach Europa

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der La-Niña-Effekt im Pazifik. Diese Wetterphase beeinflusst das globale Klima und sorgt für Temperaturverschiebungen. In diesem Jahr dürfte La Niña zwar nur mäßig stark ausfallen, doch die Folgen sind spürbar: kältere und schneereichere Winter in Nord- und Mitteleuropa, während der Süden Europas eher mild bleibt.

Klimatologe Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de erklärt: „Die beginnende La Niña-Phase und ein zerzauster Polarwirbel erhöhen die Chance auf einen kälteren Winter in Europa. Allerdings ist das keine Prognose, sondern eher eine Abschätzung eines möglichen Szenarios. Die Modelle des US-Wetterdienstes NOAA deuten auch in diese Richtung.“

3. Der „atmosphärische Herzschlag“ verändert die Winde

Auch die Quasi-Biennial Oscillation, oft als „atmosphärischer Herzschlag“ bezeichnet, spielt eine große Rolle. Diese Stratosphärenwinde wechseln regelmäßig ihre Richtung. Aktuell steht Europa vor einer Ostwindphase und die bringt kontinental kalte Luftmassen statt milder Atlantikluft. Das bedeutet: mehr Frosttage, längere Kälteperioden und eine höhere Schneewahrscheinlichkeit.

4. Früher Schnee in Sibirien als zusätzliches Signal

Ein weiterer Hinweis auf einen strengen Winter: früher Schneefall in Sibirien. Dieser kann ein starkes Hochdruckgebiet über Eurasien auslösen, das den Polarwirbel zusätzlich schwächt. Die Folge: Kältewellen werden nach Europa gelenkt.

Auch wenn es bereits die ersten Langzeitprognosen für den Winter 2025/2026 gibt, ist noch unklar, wie kalt diese Jahreszeit tatsächlich ausfallen wird. Doch die genannten Wetterfaktoren sprechen für einen ungewöhnlich kalten und schneereichen Winter in Europa.