Schon das Verb „googeln“ verrät es: Googel ist nach wie vor unangefochten der Marktführer im Netz. Wie das Statistik-Portal Statista zeigt, lag der Marktanteil des Internetgiganten bei den weltweit fünf meistgenutzten Suchmaschinen im Dezember 2018 bei 89,63 Prozent. Weit abgeschlagen dahinter folgt Microsoft bing mit 3,98, Yahoo! mit 2,83, die russische Suchmaschine YANDEX mit 1,1 und schließlich das chinesische Unternehmen Baidu mit 0,62 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Browsern: Zuletzt hielt hier Google Chrome mit 27,31 Prozent den größten Marktanteil.

Spenden statt Datensammelwut

Gleichzeitig sammelt und speichert der Konzern die Daten seiner Nutzer im großen Stil. Alternative Suchmaschinen versuchen sich mit sozialen und ökologischen Engagement oder Datenschutz und Privatsphäre von Google und anderen Internetriesen abzugrenzen.

Wir stellen einige von ihnen vor:

Ecosia

Co2-neutral, datenschutzfreundlich und transparent: So beschreibt sich die grüne Suchmaschine selbst. Die durch die Suchanfragen generierten Werbeeinnahmen will Ecosia dazu genutzt haben, um bis jetzt mehr als 43 Millionen Bäume zu pflanzen. Nach den Finanzberichten, die das Unternehmen online veröffentlicht, werden etwa 80 Prozent der monatlichen Einnahmen in Projekte investiert, die sich weltweit für Aufforstung engagieren.

Für Aufsehen sorgte zuletzt das Angebot des Unternehmens, für eine Million Euro den Hambacher Forst von RWE abzukaufen.

Gexsi

„Die Suchmaschine für eine bessere Welt“ will gexsi.com sein. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie Ecosia: Die Anzeigeneinnahmen fließen laut dem Unternehmen in soziale und ökologische Projekte.

Anonym und ohne Filterblase surfen

DuckDuckGo

Auf Privatsphäre setzt dagegen DuckDuckGo: „Die Suchmaschine, die dich nicht verfolgt“ verspricht die Webseite. Im Unterschied zu Google sollen keinerlei persönliche Daten der Nutzer gespeichert werden, auch Werbeanzeigen gibt es nicht. Daher wählt die Suchmaschine, anders als Google, ihre Suchergebnisse unabhängig vom Nutzerverhalten aus.

Das amerikanische Unternehmen spendet zudem jedes Jahr an Projekte, die sich für ein sicheres und freies Netz engagieren.

Qwant

Ähnlich wie DuckDuckGo verspricht auch das französische Unternehmen, keine Nutzerdaten zu sammeln, alle Informationen gleich zu behandeln und die Privatsphäre im Internet zu schützen.

Startpage

Hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre will startpage.com andere Suchmaschinen offensichtlich übertrumpfen, denn sie nennt sich „die diskreteste Suchmaschine der Welt“.

Das Konzept: Der Nutzer sucht über startpage nach wie vor mit Google – allerdings anonym. So werden keine Daten gespeichert, Werbeanzeigen angezeigt oder keine Filterblasen gebildet, verspricht das niederländische Unternehmen dahinter.

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