DWD gibt Unwetterwarnung für Bayern heraus
: In diesen Landkreisen besteht Hochwassergefahr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für einige Landkreise in Bayern Unwetterwarnungen herausgegeben. Diese Regionen sind betroffen.
Von
Lukas Böhl
München
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Regnerisches Wetter in Niedersachsen: 22.02.2026, Niedersachsen, Oldenburg: Regentropfen sammeln sich auf einer Autoscheibe. Zum Wochenstart bleibt es in Niedersachsen dicht bewölkt und regnerisch. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Es wird ungemütlich in Bayern.

Hauke-Christian Dittrich/dpa

In Teilen Bayerns drohen durch anhaltenden Regen und starkes Tauwetter Überflutungen und örtlich auch Erdrutsche. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor allem für Südbayern vor Dauerregen in Kombination mit starkem Abtauen der Schneedecke. Besonders betroffen sind die Alpen und das Alpenvorland.

Unwetterlage am Alpenrand

Ausgehend von Tief „Barbara“ greift eine Warmfront auf Bayern über und bringt milde Luft sowie kräftige Niederschläge. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen kommen zu bereits gefallenen 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter bis zum Abend nochmals bis zu 30 Liter hinzu. Durch zusätzliches Tauwetter summiert sich das Dargebot am östlichen Alpenrand bis Mittwochmorgen auf 70 bis 90 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 36 Stunden. Dadurch steigt die Gefahr von über die Ufer tretenden Bächen, überfluteten Straßen und instabilen Hängen.

Warnungen für mehrere Landkreise

Unwetterwarnungen vor starkem Tauwetter gelten unter anderem für:

  • Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Miesbach
  • Stadt und Landkreis Rosenheim
  • Traunstein
  • Berchtesgadener Land

Dort werden Abflussmengen zwischen 60 und 80 Litern pro Quadratmeter erwartet. In weiteren Regionen wie Lindau, Oberallgäu, Ostallgäu, Weilheim-Schongau und Kempten rechnet der DWD mit 35 bis 50 Litern pro Quadratmeter. Genannt werden vor allem mögliche Überflutungen von Straßen und Unterführungen. Verkehrsteilnehmer sollten überflutete Abschnitte meiden.

Sturm, Schnee und Glätte

Bis zum Mittag treten in den Alpen Sturm- und schwere Sturmböen mit 80 bis 100 km/h auf. Oberhalb von 1200 bis 1500 Metern fällt Schnee. In den Berchtesgadener Alpen sind oberhalb von 1500 Metern nochmals bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich. In Staulagen können über 40 Zentimeter erreicht werden. Verbreitet ist mit Glätte zu rechnen. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 Grad im Bayerischen Wald und bis zu 15 Grad am Bodensee. In der Nacht zum Mittwoch klingen die Niederschläge ab, die Temperaturen sinken auf 5 bis 0 Grad, örtlich tritt leichter Frost auf. Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern ist möglich.

Nordbayern weniger betroffen

In Nordbayern zieht der Regen im Tagesverlauf nach Süden ab. In Oberfranken und der Oberpfalz bleibt es am Nachmittag weitgehend trocken. Die Höchstwerte erreichen 8 bis 15 Grad. Zum Mittwoch setzt sich mit Hoch „Heiko“ zunehmend ruhigeres Wetter durch. Die akute Lage entspannt sich, lokal bleiben jedoch erhöhte Wasserstände möglich.