Dringender Rückruf von Tee: Krebserregender Stoff und Pestizide nachgewiesen – Gesundheitsgefahr!

Alle Infos zu den aktuellen Tee-Rückrufen im Überblick.
Alicia Windzio/dpa- Zwei Teesorten werden wegen Gesundheitsgefahr zurückgerufen: Kamillentee von Lemonaid und grüner Tee von RUST-IMPEX.
- Kamillentee enthält Ethylenoxid, ein krebserregender Stoff.
- Grüner Tee überschreitet Pestizidgrenzwerte.
- Rückruf betrifft mehrere Bundesländer.
- Kunden sollen betroffene Produkte zurückgeben und erhalten eine Erstattung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei Hersteller von Tee rufen aktuell ihr Produkt zurück. In einem Tee wurde ein Stoff nachgewiesen, welcher bei Verzehr nicht nur krebserzeugend, sondern auch erbgutverändernd wirken kann. In einem weiteren wurden die Grenzwerte für Pestizide überschritten. Die Lebensmittelwarnung gilt in beiden Fällen in einer Mehrheit der deutschen Bundesländer. Was müssen VerbraucherInnen jetzt beachten?
Rückruf von Tee
Der Hersteller Lemonaid hat eine Rückrufaktion für seinen Kamillentee gestartet. Grund für den Rückruf ist eine Überschreitung des Grenzwerts der regulierten Substanz Ethylenoxid, die im Rahmen einer routinemäßigen Qualitätskontrolle festgestellt wurde. Darüber hinaus besteht derzeit auch eine Warnung vor grünem Tee. Alle Infos zum Rückruf von grünem Tee sind weiter unten aufgeführt.
Rückruf von Kamillentee: Welche Bundesländer sind betroffen?
Die Rückrufaktion für den Kamillentee gilt laut lebensmittelwarnung.de aktuell in den folgenden Bundesländern:
- Baden-Württemberg
- Berlin
- Hessen
- Nordrhein-Westfalen
- Schleswig-Holstein
- Bayern
- Bremen
- Sachsen
- Niedersachsen
- Rheinland-Pfalz
- Thüringen
- Brandenburg
- Saarland
Tee-Rückruf: Warum ist Ethylenoxid gefährlich?
Ethylenoxid ist laut dem Bundesamt für Risikobewertung ein gesundheitsgefährdendes Gas. Es wurde früher als Desinfektionsmittel und zur Begasung von Lebensmitteln verwendet, um Pilz- und Bakterienbefall zu verhindern. Bis 1981 war es in Deutschland als Pflanzenschutzmittel erlaubt, in der EU sogar bis 1991. Aufgrund der gesundheitlichen Risiken wurde es 2011 vollständig aus der Lebensmittelproduktion verbannt, da es erbgutverändernd und krebserregend wirken kann. Rückstände des Umwandlungsprodukts 2-Chlorethanol wurden ebenfalls als potenziell gesundheitsschädlich eingestuft.
Rückrufaktion: Um welchen Tee handelt es sich genau?
Von dem aktuellen Rückruf von Kamillentee ist ausschließlich die 20 Doppelkammerbeutel-Packung mit folgenden Daten betroffen:
- Marke und Produkt: ChariTea® chamomile
- Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 05.08.2027
- Charge: P00005084
- EAN: 42286943
Andere Chargen können bedenkenlos konsumiert werden.

ChariTea® chamomile, 35 Gramm, 20 Doppelkammerbeutel
LemonaidAktueller Rückruf: Was sollen Verbraucher tun?
KundInnen, die den betroffenen Kamillentee erworben haben, werden gebeten den Konsum zu vermeiden und das Produkt im Einkaufsgeschäft zurückzugeben. Der Kaufpreis wird dabei erstattet, auch ohne Kassenbon.
Grüner Tee: Rückruf wegen Pestiziden
Die RUST-IMPEX GmbH ruft außerdem den „Grüner Tee Princess Java Traditional, 200 Gramm“ zurück. Bei einer Laboruntersuchung wurden erhöhte Rückstandhöchstgehalte verschiedener Pestizide festgestellt.
Produktdetails im Überblick:
- Produktname: Grüner Tee Princess Java Traditional
- Verpackungseinheit: 200 Gramm (100 x 2 Gramm)
- Mindesthaltbarkeitsdatum: 10/2026
- Chargennummer / Los-Kennzeichnung: P3 28
- Importeur: RUST-IMPEX GmbH, Zschortauer Straße 3, 04129 Leipzig
Warnung vor grünem Tee: Welche Bundesländer sind betroffen?
- Berlin
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Bremen
- Hessen
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Sachsen-Anhalt
- Sachsen
Rückruf von grünem Tee: Was können Kunden tun?
Der Hersteller bittet KundInnen, die ein betroffenes Produkt gekauft und noch vorrätig haben, es nicht zu verzehren und es gegen Kostenerstattung in der Verkaufsstelle zurückzugeben.
