Diego Maradona wurde zu einer wahren Fußball-Legende. Von der FIFA wurde er zum Spieler des Jahrhunderts ernannt. Er wurde Weltmeister und Vizeweltmeister, feierte unzählige Tore und gewonnene Spiele. Im privaten Bereich leistete sich der Argentinier allerdings etliche Skandale: von Doping und Drogenmissbrauch bis zu Schüssen auf Journalisten. Die Aufmerksamkeit um seine Person nahm auch mit seinem Tod im Jahr 2020 nicht ab. Seine Todesursache wird nun in Frage gestellt.
Hier findet ihr alle Infos rund um den Fußballer Diego Maradona.

Diego Maradona: Geburtstag, Größe, Alter, Todestag

  • Name: Diego Armando Maradona
  • Geburtstag: 30. Oktober 1960
  • Geburtsort: Lanús, Argentinien
  • Todestag: 25. November 2020
  • Größe: 165 cm
  • Position: Mittelfeld
  • Kinder: 8 Kinder

Maradona: Fußballkarriere, Tore, Weltfußballer

Diego Maradonas Karriere als Profifußballer begann 1976 bei den Argentinos Juniors. 1982 wechselte er zum Spitzenclub Boca Juniors. Bereits mit 16 Jahren wurde er für die Nationalmannschaft nominiert. Im Alter von 19 Jahren wurde er zum südamerikanischen Fußballer des Jahres. 1982 wechselte er zum FC Barcelona. Zwischen 1984 und 1992 spielte er für den SSC Neapel. In dieser Zeit schaffte er seinen Durchbruch. Er erzielte 81 Tore in 188 Spielen und gewann die italienische Meisterschaft und den UEFA Pokal.
Später wechselte er wieder nach Argentinien, wo er bis 1997 für die Boca Juniors aktiv war. Für die argentinische Nationalmannschaft absolvierte Maradonna insgesamt 91 Spiele und erzielte 34 Tore. Er nahm an vier WM-Endrunden teil. Bei der WM in Mexiko 1986 führte er sein Team als Mannschaftskapitän zum Titel. 1990 wurde er mit dem argentinischen Team Vizeweltmeister. Bei seiner letzten WM 1994 wurde eine Dopingaffäre aufgedeckt, in die Maradona verwickelt war.

Budapest

Diego Maradona: Vermögen und Wert

Für viele Fußballfans gilt Diego Maradona als der beste Spieler aller Zeiten. Doch wie viel war Maradona wert? Laut fcbinside.de überwies der SSC Neapel im Sommer 1984 sieben Millionen Euro an den FC Barcelona um Maradona übernehmen zu können. Auf die heutige Zeit umgerechnet seien dies 340 Millionen Euro.

Diego Maradona: „Die Hand Gottes“

„Die Hand Gottes“ wurde Teil des Fußballsprachgebrauchs und wird häufig bei unerlaubtem Handspiel zitiert. Doch wie kam es zu dieser Redewendung? Der Ursprung ist auf Maradona zurückzuführen, der während der Fußball-WM 1986 seine Hand zur Hilfe nahm, um ein Tor zu erzielen. Nach dem Spiel sagte Maradona: „Es war ein bisschen Maradonas Kopf und ein bisschen die Hand Gottes“. Erst im Jahr 2005 gab Maradona zu, den Ball mit der Hand gespielt zu haben.

Diego Maradona: Frau, Kinder, Familie

Mit seiner ersten Frau Claudia Villafañe bekam Maradona zwei Töchter: Dalma Nerea und Giannina Dinorah. Die Ehe wurde 2004 geschieden.
Während er in Neapel lebte, hatte Maradona eine Beziehung zu Cristina Sinagra. Die beiden zeugten einen Sohn: Diego Armando jr.
Außerdem bekam Maradona eine Tochter mit Valeria Sabalaín und einen weiteren Sohn mit Verónica Ojeda. Im März 2019 bekannte sich Maradona zur Vaterschaft von drei weiteren Kindern aus der Zeit seiner Kuba-Aufenthalte zu Beginn der 2000er Jahre.

Drogen, Mafia, Skandale: Maradona mit Kokain, Doping, Waffen und Co.

So erfolgreich Diego Maradona auf dem Platz war – außerhalb des Spiels geriet er immer wieder ins Abseits. Bereits 1989 während seiner Zeit in Neapel kam es zu ersten Komplikationen in Maradonas Karriere. Er soll regelmäßige Kokainexzesse gefeiert haben. Bei den Dopingtests sollen allerdings falsche Urin-Proben von seinem Verein abgegeben worden sein, um ihn zu schützen. 1991 wurde Maradona schließlich doch für 15 Monate wegen Doping gesperrt, da Kokain in seinem Urin nachgewiesen wurde. Maradona musste anschließend den SSC Neapel verlassen. Ebenfalls im Jahr 1991 wurde Maradona zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, da er mit Kokain gedealt hatte. Im Februar 1994 bekam Maradona eine erneute Bewährungsstrafe, da er von seinem Haus in Buenos Aires auf Journalisten schoss. Die Strafe betrug zwei Jahre und zehn Monate. Nach weiteren Zwischenfällen wurde Maradona im Jahr 2000 mit einer Überdosis Kokain in eine Privatklinik in Buenos Aires eingeliefert. Anschließend begann er eine Entziehungskur auf Kuba.

Diego Maradona: Todesursache – Mord?

Am 25. November 2020 verstarb Diego Armando Maradona kurz nach seinem 60. Geburtstag in Buenos Aires. Erst zwei Wochen zuvor war er aus dem Krankenhaus entlassen worden, nachdem bei ihm eine Gehirnoperation durchgeführt worden war. Die offizielle Todesursache lautete damals Herzversagen. Dies wird nun allerdings angezweifelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mindestens sieben Mitglieder des medizinischen Teams Maradonas wegen des Verdachts des vorsätzlichen Mordes.

Maradona ist tot – so reagiert das medizinische Personal

Angesichts der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft weist Maradonas Leibarzt, der Neurochirurg Leopoldo Luque die Verantwortung für den Tod von Maradona zurück. Luqe habe sich „absolut nichts vorzuwerfen“, sagte sein Anwalt nach einer Voranhörung des Arztes. Luque forderte zudem ein neues medizinisches Gutachten über die Todesumstände.
Maradonas ehemaliger Leibarzt wurde mehrere Stunden von der Staatsanwaltschaft befragt. „Er war der Arzt der Familie, aber er war nicht verantwortlich für die Pflege zu Hause.“, erklärte sein Anwalt. Für die häusliche Betreuung des argentinischen Fußballstars nach seiner Hirnoperation seien zwei private Gesundheitsdienste zuständig gewesen. Dagegen hatten Mitarbeiter der Gesundheitsdienste ausgesagt, dass Luque und die Psychiaterin Agustina Cosachov für die Pflege Maradonas verantwortlich gewesen seien.
Im Falle einer Anklageerhebung gegen Maradonas medizinisches Personal drohen den Beschuldigten nach einem möglicherweise jahrelangen Prozess acht bis 25 Jahre Haft.

„War es Mord? Die geheime Todesakte Maradona!“ auf RTL

Am 08.07.2021 ab 20:15 Uhr zeigt RTL die Dokumentation „War es Mord? Die geheime Todesakte Maradona!“. Aufgrund der ungeklärten Fragen rund um den Tod von Diego Maradona geht das Investigativ-Team um Reporter Felix Hutt der Frage nach, ob die Fußballlegende umgebracht wurde.
Im Rahmen einer Live-Sendung mit Studiogästen wird die Recherche präsentiert und dargelegt, warum es Grund zum Zweifel an der Darstellung des natürlichen Todes des Argentiniers geben könnte.