Diddl-Rückkehr sorgt für Frust
: Ärger um leere Regale und Ebay-Abzocke nach dem Comeback

Eigentlich wollte sich Diddl bei seinen Fans für den erfolgreichen Neustart bedanken. Doch unter dem Instagram-Beitrag dominiert ein anderes Thema: Ausverkaufte Regale und überteuerte Weiterverkäufe sorgen für Ärger.
Von
Judith Müller
Berlin
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Unter dem Dankesbeitrag von Diddl auf Instagram berichten zahlreiche Fans von ausverkauften Regalen und fordern Kauflimits für begehrte Sammlerartikel.

Unter dem Dankesbeitrag von Diddl auf Instagram berichten zahlreiche Fans von ausverkauften Regalen und fordern Kauflimits für begehrte Sammlerartikel.

picture alliance/dpa/WARIMEX Waren- Import Export Handels-GmbH

Das Comeback von Diddl ist ein voller Erfolg. Seit der Rückkehr der Kultmaus reißen sich Fans um Blöcke, Plüschtiere und andere Sammlerstücke. Doch der große Ansturm hat auch seine Schattenseiten. Unter einem aktuellen Beitrag des offiziellen Instagram-Accounts häufen sich Kommentare enttäuschter Käufer, die leer ausgegangen sind und nun deutliche Kritik äußern.

Eigentlich wollte sich die Instagram-Seite diddl_original bei der Community für die große Unterstützung bedanken. Das Team spricht von einer Begeisterung, die alle Erwartungen übertroffen habe, bedankt sich für das Feedback der Fans und kündigt an, offene Fragen zu beantworten. Gleichzeitig bedankt sich Diddl bei mehr als 4.500 Handelspartnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Produkte wieder in ihre Geschäfte gebracht haben.

Fans kritisieren leere Regale

In den Kommentaren wird jedoch schnell deutlich, dass viele Fans ihren Frust loswerden möchten. Zahlreiche Nutzer berichten, dass die Regale bereits am ersten Verkaufstag leer gewesen seien. Einige schreiben, sie hätten keine Chance gehabt, überhaupt ein Produkt zu kaufen.

Besonders häufig fällt dabei ein Vorwurf: Einzelne Käufer sollen große Mengen aufgekauft haben, um die begehrten Artikel anschließend auf Plattformen wie Ebay oder Vinted mit deutlichem Preisaufschlag weiterzuverkaufen. Mehrere Fans wünschen sich deshalb ein Kauflimit pro Person, damit künftig mehr Menschen die Möglichkeit haben, die Produkte zum regulären Preis zu erwerben.

Auch die Preisentwicklung sorgt für Diskussionen. Während manche Nutzer Verständnis für gestiegene Produktionskosten zeigen, empfinden andere den neuen Verkaufspreis der beliebten Diddl-Blöcke als deutlich zu hoch. Einige befürchten sogar, dass sich Kinder die Produkte heute kaum noch leisten können.

Kritik am Marketing

Neben den ausverkauften Regalen wird auch die Vermarktung des Comebacks diskutiert. Einige Fans sind der Meinung, dass die große Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken die Nachfrage zusätzlich angeheizt habe. Ihrer Ansicht nach hätte der Verkaufsstart mit größeren Warenmengen oder einer besseren Verteilung vorbereitet werden müssen.

Andere fragen den Hersteller direkt, wie er künftig mit den teuren Weiterverkäufen im Internet umgehen möchte und ob Maßnahmen gegen sogenannte Scalper geplant sind.

Fachhändler loben das Diddl-Comeback

Zwischen der Kritik finden sich allerdings auch zahlreiche positive Stimmen. So bedankt sich ein Spielwarengeschäft ausdrücklich bei dem Diddl-Team. Das Comeback habe vielen kleinen Fachhändlern einen starken Sommer beschert und das übliche Sommerloch im Spielwarenhandel verhindert. Besonders positiv bewertet wird, dass die Produkte bewusst über den Fachhandel angeboten werden.

Auch viele Fans freuen sich trotz der Schwierigkeiten über die Rückkehr der Kultmaus und hoffen, dass in den kommenden Wochen weitere Lieferungen folgen werden. Die große Nachfrage zeigt jedenfalls, dass Diddl auch mehr als zehn Jahre nach dem Verschwinden aus den Regalen nichts von seiner Faszination verloren hat.