Ein Frachtflugzeug des deutschen Logistikkonzerns DHL ist bei einer Notlandung in Costa Rica entzwei gebrochen. Die Besatzung der Maschine blieb bei dem Unfall am Donnerstag Behördenangaben zufolge unverletzt. Was ist passiert? Und was ist bisher zur Ursache des Unfalls bekannt?

DHL-Flugzeug bricht in zwei Teile am Flughafen in Costa Rica

Bei der Notlandung geriet das Flugzeug ins Schleudern, rutschte von der Landebahn und zerbrach in zwei Teile. Auf Videos war zu sehen, wie das Flugzeug nach der Landung zunächst auf der Landebahn fuhr, dann eine Rechtskurve machte, Staub aufwirbelte und in einer Vertiefung neben der Bahn mit einem Bruch nahe dem Heck zum Stehen kam. Dabei verteilten sich auf der Landebahn blaue Hydraulikflüssigkeit und Rauch. Die Feuerwehr setzte Schaum ein, um einen Brand zu verhindern. Der Flughafen wurde wegen der Bergungsarbeiten für fünf Stunden gesperrt. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein.
Ein Frachtflugzeug liegt zerbrochen auf der Landebahn des internationalen Flughafens Juan Santamaria.
Ein Frachtflugzeug liegt zerbrochen auf der Landebahn des internationalen Flughafens Juan Santamaria.
© Foto: Carlos Gonzalez/dpa

Was war die Ursache für die Notlandung und den Unfall des Flugzeugs?

Doch was war der Grund für die Notlandung? Nach offiziellen Angaben meldete die Besatzung des Flugzeugs den örtlichen Behörden Probleme mit der Hydraulik, die das Flugzeug 25 Minuten nach dem Start zur Rückkehr zum Flughafen zwangen.
Die Maschine des Paketdienstes DHL vom Typ Boeing 757 hatte Hydraulikprobleme, wie Costa Ricas Feuerwehrchef, Héctor Chaves, am Donnerstag in einer Videobotschaft von vor Ort auf dem Flughafen Juan Santamaría in San José mitteilte. Nach einem Bericht der Zeitung „La Nación“ war der Flieger vom selben Flughafen in Richtung Guatemala-Stadt gestartet, hatte aber umkehren müssen. Demnach hatte der Pilot in der Luft einen Notfall gemeldet. Am Flughafen war der Betrieb für mehrere Stunden unterbrochen.

Besatzung an Bord der Boeing bleibt nach Notlandung unverletzt

Beide Menschen an Bord, der Pilot und der Kopilot, blieben demnach unverletzt. „Die beiden Menschen an Bord sind in guter Verfassung", sagte Feuerwehrchef Héctor Chaves. Die Maschine vom Typ Boeing-757 war vom Flughafen Juan Santamaria nahe der Hauptstadt Costa Ricas, San José, auf dem Weg nach Guatemala.