DHL-Betrug, KI-Hund und Co.
: Betrugsmaschen vor Weihnachten - so schützt man sich

Ruhe und Besinnlichkeit? Auf jeden Fall, aber auch Online-Shopping und Paketeflut bestimmen die Vorweihnachtszeit. Das nutzen Kriminelle aus - so kann man sich schützen.
Von
Eva Mauer
Berlin
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Eine Person sitzt am Laptop und hält ein Smartphone mit in der Hand. (zu dpa: «Frau verliert 100.000 Euro durch Online-Betrug») +++ dpa-Bildfunk +++

Gerade in der Vorweihnachtszeit sind Betrugsfälle beim Onlineshopping oder Paket-Versand weit verbreitet. Auf welche Maschen die Betrüger setzen und wie man sich schützt.

Monika Skolimowska/dpa

Weihnachten ist das Fest des Schenkens - und des Betrugs. Wie Kriminelle das Pakete-Chaos und Online-Shopping rund um die Weihnachtszeit ausnutzen – und wie man sich vor den Betrugsmaschen schützen kann.

Wie erkenne ich falsche Versandbenachrichtigungen?

Rund ein Drittel der Deutschen bestellt die Weihnachtsgeschenke online - in der Vorweihnachtszeit werden Millionen von Paketen verschickt. Da kann man schon mal den Überblick verlieren, was man wann und wo bestellt hat. Das nutzen Kriminelle aus. Im Namen von Versanddienstleistern wie DPD oder DHL verschicken sie falsche Benachrichtigungen zum Versandstatus.

Darin steht beispielsweise, dass Zollgebühren oder Nachzahlungen für Pakete mit Übergewicht fällig sind. Wer den Links folgt, wird zur Angabe sensibler Daten oder direkt zur Zahlung aufgefordert. Die Websites sehen denen der echten Versand-Anbieter häufig täuschend ähnlich.

So setzen Betrüger vor Weihnachten falsche Abholscheine ein

Auch im Briefkasten landen gefälschte Benachrichtigungen im Namen von Versanddienstleistern. Die angeblichen Zustellscheine sind mit QR-Code versehen und informieren angeblich über den Verbleib von Paketen. Wer tatsächlich auf ein Paket wartet, kann leicht darauf reinfallen. Die Links führen auch hier zu falschen Websites, auf denen die Eingabe von Daten verlangt wird.

So kann man sich vor Versand-Betrügern schützen

  • Absender prüfen: Seriöse Nachrichten von Versanddienstleistern kommen ausschließlich von offiziellen Domains wie @dhl.com, @dhl.de oder @dpd.de.
  • Aufmerksam lesen: Beinhaltet die Nachricht eine korrekte Anrede mit Name des Empfängers? Bei betrügerischen Nachrichten fehlt diese meist.
  • Sendungsnummer prüfen: Geben sie die Sendungsnummer auf der offiziellen Website des jeweiligen Versanddienstleisters ein statt Links zu folgen, um zu überprüfen, ob die Sendung tatsächlich existiert.
  • Seriöse Anbieter werden niemals per Email oder SMS nach sensiblen Daten wie Passwörtern, Bankdaten oder ähnlichem fragen.

Betrug vor Weihnachten: Wie erkennt man Fakeshops?

In der Vorweihnachtszeit sind viele Menschen im Internet auf der Suche nach dem perfekten Geschenk. Das macht anfällig für Fakeshops, eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Die Website wirkt professionell, das einzig Auffällige: Produkte namhafter Marken werden zu verführerisch günstigen Preisen angeboten. Der falsche Anbieter verlangt Zahlung per Vorkasse - um dann nie etwas zu liefern. Fällt der Betrug auf, existiert der Shop schon lange nicht mehr.

Zu billig, um wahr zu sein: So schützt man sich vor Fakeshops

  • Bei besonders günstigen Angeboten ist Skepsis angebracht.
  • Impressum, Kontaktdaten und URL aufmerksam prüfen.
  • Bei unbekannten Shops nicht per Vorkasse bezahlen, sondern auf Zahlungsarten wie Rechnung oder Paypal mit Käuferschutz zurückgreifen.

Zu billig, um wahr zu sein: Um sich vor Fakeshops zu schützen, sollte man bei besonders günstigen Angeboten skeptisch sein. Wer Impressum, Kontaktdaten und URL aufmerksam prüft, ist auf der sicheren Seite. Außerdem gilt: Bei unbekannten Shops nicht per Vorkasse bezahlen und stattdessen Zahlungsarten wie auf Rechnung oder Paypal mit Käuferschutz auswählen.

Betrug vor Weihnachten: Falscher Robo-Hund enttäuscht Online-Käufer

Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde, die Möglichkeiten scheinen endlos. Da verwundert es nicht, dass kurz vor Weihnachten Online-Anzeigen angeblich täuschend echter Roboter-Hunde derzeit viele Menschen ansprechen. Auf Produktvideos sind niedliche, flauschige Hunde zu sehen, die sich, angeblich dank KI, lebensecht bewegen, auf Berührung reagieren und bellen.

Auch auf Amazon locken entsprechende Angebote, die Bewertung mit 1,5 Sternen spricht für sich. Denn das, was die Käufer erhalten, ist offensichtlich kein lebensechtes KI-Haustier, sondern ein schlecht verarbeitetes Plüschtier mit Wackelfunktion. „Einen Einsatz von KI kann ich beim besten Willen nicht erkennen - macht nur einfachste Bewegungen und so etwas Ähnliches wie bellen“ - schreibt einer der vielen enttäuschten Käufer darunter.