Dax
: Diese Unternehmen sind aktuell im Aktienindex

Der Dax ist das Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft und bietet Unternehmen Prestige und Sichtbarkeit. Welche Konzerne aktuell im Aktienindex vertreten sind – und welche nicht mehr.
Von
Eva Mauer
Berlin
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Wertpapierbörse in Frankfurt am Main: ARCHIV - 21.02.2024, Hessen, Frankfurt/Main: Die Indizes der Deutschen Börse sind auf einer Anzeigetafel im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. (zu dpa: «Ukraine-Hoffnung und positive US-Vorgaben - Dax startet mit Gewinnen») Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Dax gilt als wichtiger Gradmesser für das Wohlergehen der deutschen Wirtschaft. Welche Unternehmen sind aktuell im deutschen Aktienindex zu finden und welche mussten 2025 den Dax verlassen?

Arne Dedert/dpa

Der Dax enthält die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands und gilt als ein wichtiges Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft. Alle drei Monate wird entschieden, welche Unternehmen in den Index aufgenommen werden, zuletzt im Dezember 2025. Aktuell sind diese 40 deutschen Unternehmen im Dax vertreten.

Das sind die 40 Dax-Unternehmen

Diese 40 Unternehmen sind im Dax gelistet, in der Reihenfolge ihrer Marktkapitalisierung:

  • Der Softwarekonzern SAP mit Sitz in Walldorf hat eine Marktkapitalisierungsrate von rund 256 Milliarden Euro und gehört damit zu den 40 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt.
  • Der deutsche Technologiekonzern Siemens mit Firmensitz in Berlin und München ist der weltweite Marktführers in den Bereichen industrielle Automatisierung und Industriesoftware.
  • Airbus ist Europas größter Flug- und Raumfahrtkonzern und Europas zweitgrößter Rüstungshersteller.
  • Der Versicherungskonzern Allianz mit Sitz in München ist mit einem Geschäftsvolumen von 180 Milliarden (2024) einer der größten Versicherer der Welt.
  • Die Deutsche Telekom ist die Dachgesellschaft von Europas größtem Telekommunikationsunternehmen, das 1996 mit der T-Aktie an die Börse gegangen ist.
  • Siemens Energy betreibt als Elektro- und Energietechnikhersteller die die Energie-Sparte des Technologiekonzerns mit Sitz in Berlin.
  • Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall aus Düsseldorf mit Produktions- und Forschungsstandorten in ganz Europa, Asien und den USA.
  • Die Münchener Rück ist der größte Rückversicherer der Welt und erwirtschaftete 2024 mit weltweit etwa 44.000 Mitarbeiter einen Versicherungsumsatz von rund 60,8 Milliarden Euro.
  • Das Kreditinstitut Deutsche Bank mit Konzernzentrale in Frankfurt am Main wird seit 2011 in der Liste global systemrelevanter Banken geführt.
  • Die Mercedes-Benz Group belegt nach Umsatz global den siebten Platz unter den Automobilherstellern (Stand: 2024).
  • Der Automobilhersteller BMW gehört mit 2,45 Millionen verkauften Autos (Stand: 2024) zu den 15 größten Automobilherstellern weltweit.
  • Die Deutsche Post DHL ist mit einem Jahresumsatz von 84,2 Milliarden Euro (Stand: 2024) ein weltweit führender Logistikkonzern mit Hauptsitz in Bonn.
  • Infineon Technologies ist ein führendes Halbleiterunternehmen, das weltweit Mikrochips und elektronische Komponenten entwickelt für die Automobilindustrie, aber auch für erneuerbare Energien und Industrie.
  • Der Medizintechnik-Hersteller Siemens Healthineers hat seinen Hauptsitz in Erlangen und beschäftigt Mitarbeiter in 70 Ländern.
  • Als Mutterkonzern der Frankfurter Wertpapierbörse und Betreiber der Handelsplattform Xetra ist auch die Deutsche Börse Teil des Dax.
  • Das Kreditinstitut Commerzbank betreut rund 8,3 Millionen Kunden und hat 2024 einen Umsatz von 12,36 Milliarden Euro erwirtschaftet.
  • E.ON ist einer der größten Energieversorger Europas und hat im Jahr 2024 einen Umsatz von 80.119 Euro erwirtschaftet.
  • Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials ist mit einem Umsatz von 21,2 Milliarden Euro (Stand: 2024) eines der weltweit größten Unternehmen der Branche.
  • Das Chemieunternehmen BASF sitzt in Ludwigshafen am Rhein und ist mit einem Umsatz von 65,3 Milliarden Euro der größte Chemiekonzern weltweit.
  • Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer mit einem Umsatz von 46,6 Milliarden Euro sitzt in Leverkusen und ist Mutterkonzern des dort ansässigen Fußballvereins Bayer 04 Leverkusen.
  • Der Energieversorger RWE gehört in Deutschland zu den vier großen Energieversorgern, ist aber auch international aktiv.
  • Der Rückversicherer Hannover Rück ist mit einem Netzwerk von über 170 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen auf allen fünf Kontinenten vertreten.
  • Der Konzern Daimler Truck ist 2021 aus einer Abspaltung von der Daimler AG hervorgegangen und ist mit über 100.000 Mitarbeitern weltweit einer der weltweit größten Hersteller von Nutzfahrzeugen.
  • Mit einem Umsatz von 23,7 Milliarden Euro (Stand: 2004) ist Adidas mit Firmensitz in Herzogenaurach bei Nürnberg der weltweit zweitgrößte Hersteller von Sportartikeln.
  • Das Unternehmen Henkel ist in den Branchen Konsumgüter (Wasch- und Reinigungsmittel) und Klebstoffe aktiv und hat 2024 einen Umsatz von rund 21,586 Milliarden Euro erwirtschaftet.
  • Fresenius ist ein Gesundheitskonzern mit Sitz in Bad Homburg und Deutschland größter privater Krankenhaus-Betreiber.
  • Automobilhersteller Volkswagen hat 2024 mit 646.501 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 324,7 Milliarden Euro erzielt.
  • Das Wohnungsunternehmen Vonovia hat seinen Firmensitz in Bochum und bewirtschaftet in Deutschland, Österreich und Schweden über eine halbe Million Wohnungen.
  • Beiersdorf ist ein weltweit führendes Unternehmen für Haut- und Körperpflege und Klebelösungen mit Sitz in Hamburg, bekannt für Marken wie Nivea, Hansaplast und Tesa.
  • Die MTU Aero Engines mit Firmensitz in München stellt Triebwerke für Flugzeuge her und hat 2024 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro erzielt.
  • Der traditionsreiche Chemie- und Pharmakonzern Merck (seit 1668) hat seinen Firmensitz in Darmstadt und beschäftigt weltweit mehr als 62.000 Mitarbeiter (Stand: 2024).
  • Automobilzulieferer Continental mit Sitz in Hannover stellt nicht nur Reifen her, sondern entwickelt und produziert Technologien für autonomes und vernetztes Fahren.
  • Fresenius Medical Care sitzt in Halle an der Saale und bietet Dialyseprodukte und Dialysedienstleistungen zur Versorgung von Menschen mit Nierenversagen.
  • Chemiekonzern Symrise mit Sitz in Holzminden stellt Duft-, Geschmacks-, Ernährungs-, und kosmetische Inhaltsstoffe her, die beispielsweise in Produkten wie Parfüms, Shampoos und Tierfutter zu finden sind.
  • Die GEA Group ist ein global führender Technologiekonzern, der Maschinen und Anlagen unter anderem für die Produktion von Lebensmitteln und Pharmaprodukten herstellt.
  • Qiagen ist als Hersteller von Technologien zur Probenvorbereitung und molekularen Diagnostik weltweit in der Biotechnologie-Branche tätig und hat 2024 einen Umsatz  1,90 Milliarden Euro erzielt.
  • Der Konzern Brenntag mit Sitz in Essen liefert Industrie- und Spezialchemikalien für viele Branchen, darunter Lebensmittel, Pharma und Kosmetik.
  • Das Digitalunternehmen Scout24, im September 2025 frisch in den Dax aufgestiegen, betreibt den Onlinemarktplatz ImmoScout24 für Immobilien.
  • Die Beteiligungsgesellschaft Porsche Automobil Holding hält mit rund 53,3 Prozent der Stammaktien die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.
  • Die Online-Plattform Zalando mit Sitz in Berlin fungiert als Marktplatz für tausende Marken aus der Modebranche und hat damit 2024 einen Umsatz von 10,57 Milliarden Euro erzielt.

Diese Unternehmen sind 2025 aus dem Dax geflogen

Eine der prominenteren Abstürze aus dem Dax ist der Ausstieg der Porsche AG. Das Unternehmen war erst 2022 als vielversprechender Neuling an die Börse gegangen und schaffte schon wenige Monate später den Sprung in den Dax. Die Gewinneinbrüche der deutschen Automobil-Branche gingen jedoch an der VW-Tochter nicht vorbei und im September 2025 musste die Porsche AG den Dax verlassen. Die Beteiligungsgesellschaft Porsche Automobil Holding ist allerdings nach wie vor im deutschen Aktienindex vertreten.

Auch den Pharmakonzern Sartorius hat es 2025 getroffen. Nach dem Abflauen des Corona-Booms rund um Impfstoffe und Laborbedarf hatte sich der Wert der Aktie innerhalb von drei Jahren nahezu halbiert. Dafür sind 2025 der Betreiber des Onlinemarktplatzes ImmoScout24 Scout24 und der Technologiekonzern GEA Group in den Dax aufgestiegen.