Darmstadt: Großbrand im GSI - Aktuelle Hinweise an die Bevölkerung

Über dem Darmstädter Forschungszentrum GSI war nach dem Großbrand am 5. Februar 2026 eine große Rauchwolke zu sehen.
Peter Knapp/dpaAm 5. Februar 2026 kam es zu einem Großbrand auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt. Der Brand führte zu einem Großeinsatz und zu Warnhinweisen für die Bevölkerung.
Großbrand im GSI Helmholtzzentrum in Darmstadt
Vom Brand betroffen war ein Gebäude des Linearbeschleunigers UNILAC, der als vorgeschalteter Teil für den neuen Teilchenbeschleuniger FAIR dient. Rund 160 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Personen wurden nicht verletzt.
Nach Angaben eines Sprechers des Forschungszentrums ist das Feuer von einem Kurzschluss ausgelöst worden. Betroffen sei laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) die bereits bestehende Anlage zur Teilchenbeschleunigung. Der Kurzschluss sei bei der Vorbereitung auf ein Hochfahren der Anlage in deren Hochspannungsversorgung aufgetreten. Zu Schäden konnte der Sprecher keine Angaben machen. Die neue Anlage sei nicht betroffen.
Aktuelle Hinweise: Keine Gefahrstoffe in der Luft gemessen
Die Bevölkerung wurde Angaben der dpa zufolge in einem größeren Umkreis vor Brandgasen gewarnt. Man solle Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungs- und Klimaanlagen abstellen. Laut Feuerwehr seien zunächst keine Gefahrstoffe nachgewiesen worden. Die Warnungen vor Geruchsbelästigung galten unter anderem auch für das fast 30 Kilometer entfernte Frankfurt sowie den Flughafen.
Testlauf für Milliarden-Projekt verschiebt sich
Wissenschaftsminister Timon Gremmels und Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz informierten sich vor Ort über den Einsatz und dankten den beteiligten Einsatzkräften für ihr schnelles und professionelles Vorgehen. Gremmels sprach von einem „schwarzen Tag für den Wissenschaftsstandort Hessen“. Der Brand führt dazu, dass ein geplanter Probelauf von FAIR sowie am UNILAC vorgesehene Experimente verschoben werden müssen. Das Land Hessen sagte dem GSI volle Unterstützung zu und bekräftigte, dass das Milliardenprojekt FAIR weiter vorangetrieben werden soll.
Das GSI betreibt eine weltweit bedeutende Ionen-Beschleunigeranlage. Zu den wissenschaftlichen Erfolgen zählen unter anderem die Entdeckung der chemischen Elemente 107 bis 112 sowie die Entwicklung eines Verfahrens zur Krebstherapie.
