Covid-Zahlen steigen wieder: Kommt eine neue Corona-Welle?

Laut dem Robert-Koch-Institut steigen aktuell die Corona-Erkrankungen an. Besonders die „Frankenstein“-Variante XFG ist auf dem Vormarsch.
Robert Michael/dpaMit dem beginnenden Herbst ist auch Corona wieder da. Gefühlt hustet und niest es um einen herum wieder verstärkt. Eine neue Covid-19-Variante ist ebenfalls im Umlauf. Kommt jetzt die nächste Pandemie-Welle? Aktuelle Zahlen geben eine Tendenz vor.
XFG, Stratus, Frankenstein: neue Virusvariante hat sich durchgesetzt
Der neueste Omikron-Ableger heißt offiziell „XFG“ oder „Stratus“, manche Experten haben aber schon einen anderen Spitznamen: Frankenstein. Der Spitzname soll darauf Bezug nehmen, dass die Virusmutation sich aus verschiedenen Omikron-Mutationen zusammengesetzt hat und damit eine Art „Flickwerk“ ist. Ganz so, wie das Monster aus Mary Shelleys berühmten Roman.
RKI: Corona-Zahlen steigen wieder
Das Gefühl, dass im Moment wieder viele Menschen um einen herum „flachliegen“, lässt sich durch Zahlen belegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stellt in seinem wöchentlichen Bericht zur Anzahl der sogenannten „akut respiratorischen Erkrankungen“ (Atemwegserkrankungen) eine steigende Belastung durch SARS-Cov-2-Viren fest.
Festgestellt wird die Zunahme aller, durch Viren verursachten Atemwegserkrankungen, durch die Auswertung von eingeschickten Labortests, aber auch durch die Analyse von Abwasserproben. In diesen Proben steigt die Belastung seit Mitte September deutlich an. In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um die neue Stratus- bzw. „Frankenstein“-Variante des Coronavirus.
Gibt es im Winter eine neue Corona-Welle?
Im Moment sieht es nicht danach aus. Zwar hat die Häufigkeit von Atemwegserkrankungen insgesamt in der vergangenen Woche weiter zugenommen, die Fälle, in denen erkrankte Menschen aber tatsächlich eine Arztpraxis besuchen mussten, ist noch vergleichsweise niedrig.
Dies sei eine für diese Jahreszeit übliche Beobachtung, heißt es im Wochenbericht des RKI, zumal der Anstieg der Corona-Infekte wohl auch deutlich geringer ausfällt, als im Vorjahr um diese Zeit. Auch die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen sei momentan niedrig, schreibt das RKI. Ob die alten Tests vom letzten Jahr auch bei der neuen Variante anschlagen und welche Symptome typisch für die neue Corona-Mutation sind, haben wir hier zusammengefasst.
