Das Coronavirus verbreitet sich immer stärker in Europa und der Welt. Viele europäische Länder, darunter Italien, Spanien und Frankreich, haben ihre Ausgangssperren verlängert. Auch Deutschland hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verlängert und erste Lockerungen vorgenommen. Doch die Maßnahmen sind nicht überall in Deutschland gleich. In Bayern gelten weiterhin Ausgangsbeschränkungen, in Baden-Württemberg dagegen herrscht die Kontaktsperre. Doch was genau bedeutet das für die Menschen?

Coronavirus in Baden-Württemberg: Was heißt Kontaktsperre?

Am Mittwoch, 15.04.2020, haben die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder eine Verlängerung der umfassenden Kontaktsperre beschlossen. Diese Kontaktsperre sieht ein Verbot von Ansammlungen von mehr als zwei Personen für ganz Deutschland vor. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Ziel der Maßnahme sei es, die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu verringern und die Fortsetzung von Infektionsketten zu unterbrechen.

Wie lange ist die Kontaktsperre in Baden-Württemberg?

Zur Eindämmung der Corona-Krise sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten werden. Ausgenommen werden Angehörige, sowie Personen, die in einem Haushalt leben.

Bundeskanzlerin Merkel betonte bei der Verkündigung der Verlängerung der Maßnahmen, Deutschland habe etwas erreicht, was nicht von vorneherein absehbar gewesen sei: Nämlich dass die Krankenhäuser, die Ärzte und die Pflegekräfte nicht überlastet worden seien. Es handele sich aber um einen „zerbrechlichen Zwischenerfolg“. Es gebe noch nicht viel Spielraum für Änderungen oder ein Vorpreschen, auch wenn eine gute Absicht dahinter stecke. Deshalb werden insbesondere die Kontaktbeschränkungen vorerst bis zum 3. Mai verlängert.

Corona in Baden-Württemberg: Seit wann ist die Kontaktsperre?

Das umfassende Kontaktverbot wurde am Sonntag, 22.03.2020, von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Diese Regelung galt zunächst für 14 Tage. Diese Maßnahmen wurden dann bis zum 19.04. verlängert. Am 15.04. wurde dann von der Bundesregierung eine Verlängerung der Kontaktsperre beschlossen.

Ausgangsbeschränkungen in Bayern verlängert

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einen gemeinsamen Weg aus dem Ausnahmezustand verständigt. Bayern, das mit 35 523 bestätigten Infektionen vergleichsweise stark von der Pandemie betroffen ist, will dabei zurückhaltender und langsamer vorgehen. "Wir sind der Überzeugung, dass wir nur in Schritten und zeitversetzt agieren können", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach der Kabinettssitzung. Die Staatsregierung werde "keine Experimente mit der Gesundheit und Corona machen".

Ausgangsbeschränkungen in Bayern: Eine Kontaktperson zugelassen

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern wegen der Corona-Pandemie werden zwar bis 4. Mai verlängert, aber leicht gelockert: Wie im restlichen Bundesgebiet wird von Montag an auch in Bayern eine Kontaktperson zugelassen. Bisher durften Menschen im Freistaat nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands im Freien unterwegs sein.

Schulstart in Deutschland: Bayern will später anfangen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Landeschefs haben sich in der Frage der Schulen in Deutschland geeinigt. Demnach soll der Schulbetrieb in Deutschland am 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden, Bayern will damit jedoch länger warten.

Vorbild Österreich? Kanzler Kurz lockert Anti-Corona-Maßnahmen

Wie Österreichs Bundeskanzler Kurz verkündete, er wolle im Land ab dem 14. April die Einschränkungen während der Corona-Krise, schrittweise lockern. Mittlerweile läuft das Leben in Österreich wieder an und die ersten Geschäfte sind seit Dienstag wieder geöffnet.