• Aktuell steigen die Corona-Zahlen und die Inzidenzwerte in Deutschland leicht an - in der Tendenz waren die Fallzahlen zuletzt stark gesunken
  • Doch wie hoch sind die Corona-Zahlen in Deutschland heute, am Donnerstag, den 03.06.2021?
  • Die neuesten Fallzahlen des RKI-Dashboards zu Inzidenz, Neuinfektionen und Impfungen gibt es täglich hier.

Corona-Zahlen in Deutschland heute: RKI-Fallzahlen zu Inzidenzwert und Infektionen am 03.06.2021

Binnen eines Tages sind in Deutschland 4640 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Tag zuvor waren es 4917 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden  gewesen. Vor einer Woche, am Donnerstag, 27.05.2021, hatte das RKI 6313 Neuinfektionen gemeldet. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) heute Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 166 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Gestern waren es 179 und vor einer Woche 269 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI heute Morgen bundesweit bei 34,1. Am gestrigen Mittwoch hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 36,8 angegeben, am Donnerstag vergangener Woche mit 41,0. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Regeln. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an.
Laut „Zeit Online“ haben die Gesundheitsämter 4947 Neuinfektionen registriert, 663 mehr als eine Woche zuvor. Dem Bericht nach sind 187 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben, das wären 114 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Daten von „Zeit Online“ basieren eigenen Aussagen nach auf den direkten Angaben der Landkreise und sollen somit weniger stark von verzögerten Meldeketten betroffen sein als die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI); daher können sie abweichen.


Corona-Inzidenzwert in Deutschland heute: Aktuelle Inzidenz in Bayern, BW, Berlin, Brandenburg & Co. am 03.06.2021

Aktuell ist die Inzidenz fast in ganz in Deutschland auf recht niedrigem Niveau. Dabei ist zu beachten, dass die Fallzahlen an Feiertagen sowie sonntags und montags meist generell niedriger ausfallen, da nicht immer so häufig auf das Coronavirus getestet wird und nicht alle Ämter ihre Daten aktuell übermitteln.
Seit Sonntag liegen die Inzidenzwerte aller Bundesländer unter dem Grenzwert von 50. Dabei ist die Inzidenz in Baden-Württemberg (Stand: Donnerstag, 3. Juni) noch immer eine der höchsten in ganz Deutschland. Auch die Inzidenzwerte von Nordrhein-Westfalen und Bayern zählen zu den höheren im Bundesvergleich. An der Spitze ist aber weiter Thüringen, gefolgt von Hessen. Doch wie stehen die einzelnen Bundesländer im Vergleich da? Wo ist der Inzidenzwert am höchsten und wo am niedrigsten? Hier der Überblick:
  • 42,0 - Baden-Württemberg
  • 41,3 - Hessen
  • 39,8 - Nordrhein-Westfalen
  • 39,7- Saarland
  • 38,6 - Thüringen
  • 35,2 - Sachsen
  • 34,2- Bayern
  • 33,2 - Bremen
  • 32,2 - Rheinland-Pfalz
  • 31,4 - Berlin
  • 39,8 - Sachsen-Anhalt
  • 26,0 - Niedersachsen
  • 20,1 - Hamburg
  • 19,1 - Brandenburg
  • 17,0 - Schleswig-Holstein
  • 14,1 - Mecklenburg-Vorpommern


Corona-Zahlen heute: Berlin, München, Frankfurt und Köln bei Kreisen und kreisfreien Städten vorne

WIe „Zeit Online“ weiter berichtet, hat es die meisten Neuinfektionen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in den vergangenen 24 Stunden in Berlin gegeben, insgesamt 196 Fälle. Dahinter folgten demnach München Stadt mit 90 sowie Frankfurt am Main Stadt und Köln Stadt mit je 75 Fällen. In 33 Kreisen wurden keine neuen Infizierten registriert, gestern galt dies noch für 82 der insgesamt 401 Kreise in Deutschland.
Die meisten Todesfälle registrierten die Gesundheitsämter dem Bericht nach im Kreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt): Dort sind 15 Menschen am Coronavirus gestorben. In Berlin und Mittelsachsen (Sachsen) starben je zwölf Menschen.

Aktuelle Corona-Zahlen: R-Wert in Deutschland heute

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.692.468. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 88.774. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.518.600.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,83 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: Variante Alpha bei den Mutationen vorherrschend

Die vor einigen Wochen als besorgniserregend eingestufte Corona-Variante Delta (B.1.617.2) spielt in Deutschland nach Daten des Robert Koch-Instituts weiter eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil an untersuchten Proben aus der Woche vom 17. bis 23. Mai betrug 2,1 Prozent. Das geht aus einem RKI-Bericht vom Mittwochabend hervor. In den Wochen zuvor hatte der Anteil leicht, aber beständig zugenommen, auf bis zu 2,4 Prozent.
Die zuerst in Indien festgestellte Mutante hat damit den RKI-Daten zufolge in Deutschland den zweitgrößten Anteil, allerdings mit enormem Rückstand: Alpha (B.1.1.7) kommt auf rund 93 Prozent. Diese in Großbritannien entdeckte Variante breitete sich seit Ende 2020 international stark aus. Die weiteren als besorgniserregend eingestuften Varianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1.) wurden in noch geringerer Zahl gefunden.
In Deutschland werden längst nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht. Wie die Autoren schreiben, erlaube es die Verordnung zur molekulargenetischen Corona-Überwachung, dass für bis zu zehn Prozent der wöchentlichen positiven Proben eine Gesamtgenomsequenzierung gemacht und vergütet werden kann, da seit etwa Mitte Mai die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in Deutschland unter 70 000 Fällen liege. Damit wolle man sichergehen, dass auch in Phasen niedriger Inzidenz „ein umfassendes Bild“ zu den in Deutschland vorkommenden Varianten für die Analyse und Bewertung der Situation zur Verfügung stehe. In Zeiten mit höheren Fallzahlen sind es laut Verordnung bis zu 5 Prozent der Proben.
Die besorgniserregenden Corona-Varianten sind neuerdings nach Buchstaben des griechischen Alphabets benannt. Die neutralen Namen sollen verhindern, dass sie nach den Ländern der Entdeckung benannt werden. „Das ist stigmatisierend und diskriminierend“, hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montagabend mitgeteilt.

Aktuelle Corona-Zahlen laut RKI-Dashboard: Fallzahlen zu Inzidenz nach Kreis und Bundesland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das RKI-Dashboard liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Donnerstag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 171.537.180 Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 3.688.260 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 33.290.450 Infizierte und 595.223 Tote
  • Indien: 28.307.832 Infizierte und 335.102 Tote
  • Brasilien: 16.624.480 Infizierte und 465.199 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf dem 10. Rang mit laut JHU bisher 3.692.468 Infizierten und 88.940 Toten.

Was sind Inzidenz, Neuinfektionen, R-Wert und Co.? Bedeutung der wichtigsten Corona-Kennzahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

7-Tage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden. Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen war in Deutschland zwischenzeitlich ein Inzidenzwert von 50 eingeführt worden, doch gab es auf regionaler Ebene im Verlauf der vergangenen Monate auch Corona-Regeln, die sich an Inzidenzwerten von 100 oder 35 orientierten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.