Weltweit soll es mehr als 1,2 Millionen offiziell bestätigter Fälle von mit dem Coronavirus infizierten Personen geben. Das geht aus den neuesten Zahlen der Johns Hopkins University hervor. Demnach steht die Zahl - Stand 5. April, 14.00 Uhr MESZ - bei 1.213.927 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden sind.

Weltweit haben die USA der Statistik zufolge die meisten Fälle zu verzeichnen - mit mehr als 312.245 Infizierten beinahe ein Viertel der Gesamtzahl. Zudem sind dort 8500 Tote zu beklagen. Dahinter folgen in Bezug auf die Infizierten-Zahlen Spanien und Italien, und Deutschland liegt mit mehr als 96.100 offiziell gemeldeten Fällen auf Rang vier.

Corona Zahlen aktuell: Mehr als 65.000 Tote weltweit

An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 65.700 Menschen.

Die Dunkelziffer dürfte bei Fallzahlen und Totenzahlen hoch sein, sagen Wissenschaftler. Zum einen hängt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen davon ab, wie viele Menschen überhaupt getestet werden. Praktisch kein Land der Welt hat genügend Tests und Laborkapazitäten zur Auswertung. Zudem haben manche Länder spät mit dem Testen angefangen oder setzen bewusst auf eine selektive Teststrategie. Zum anderen dürften viele Menschen mit Vorerkrankungen oder im hohen Alter durch die Virusinfektion gestorben sein, ohne dass Ärzte das zu dem Zeitpunkt erkannt hatten oder prüfen konnten.

Deutschland hat zwar laut den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität nach den USA, Italien und Spanien die höchste Zahl nachgewiesener Infektionen. Mehr als 96.100 waren es bis Sonntag. Die Zahl der Todesopfer in Deutschland ist aber gemessen an der Gesamtzahl der nachgewiesen Infektionen oder gemessen an der Bevölkerungszahl mit mehr als 1440 noch relativ niedrig und liegt aktuell auf dem zehnten Platz. Experten führen das auf gute Vorsorge, gute Krankenhauspflege und die Tatsache zurück, dass sich in Deutschland offenbar zunächst eher jüngere Menschen infizierten, bei denen die Krankheit oft milder verläuft.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich alarmiert. „Ich bin zu Beginn des vierten Monats seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie über die rapide Steigerung der Fälle und die globale Ausbreitung der Infektion tief besorgt“, sagte er am Mittwochabend. „Die Zahl der Todesfälle hat sich in der vergangenen Woche mehr als verdoppelt.“

Auf 100.000 Einwohner gibt es in Deutschland mehr Fälle als in den USA

Die meisten Fälle verzeichnen inzwischen die USA: Mehr als 312.000 Infektionen sind dort laut Johns-Hopkins-Universität inzwischen nachgewiesen. Italien hat mit mindestens 124.600 mehr als halb so viele nachgewiesene Infektionen. Allerdings haben die USA auch 327 Millionen Einwohner, fünfeinhalb mal so viele wie Italien (gut 60 Millionen). Dramatisch: Auf Platz zwei liegt mittlerweile Spanien mit mehr als 130.000 gemeldeten Corona-Fällen bei gut 46 Millionen Einwohnern.

Die Werte einzelner Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und erwarteten hohen Dunkelziffer insgesamt nur schwer vergleichen. Zudem hinkt der Vergleich der absoluten Zahlen eben wegen der unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner gibt es in Deutschland mehr nachgewiesene Infektionen als in den USA.