Corona Video-Podcast: Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow fordert Rachen-Desinfektionen für Schüler

Professor Dr. Klaus-Dieter Zastrow, Arzt für Hygiene und Umweltmedizin, zu Gast bei „19 - Die DUB-Chefvisite“ von Verleger Jens de Buhr (Mitte) und Klinikchef Jochen Werner.
DJB ContentWerftDie Schulen könnten nach Einschätzung des Hygiene-Experten Professor Klaus-Dieter Zastrow wieder geöffnet werden – wenn die Schüler zusätzlich zur Maske regelmäßig den Rachenraum desinfizieren. „Jeden dritten Tag die Mundhöhle mit einem Schleimhautdesinfektionsmittel spülen, unter Aufsicht der Lehrer“, sagt Zastrow bei „19 – die DUB Chefvisite„. Bei Kindern gäbe es kaum schwere Covid-19-Verläufe, so der Mediziner. Sie spielten aber bei der Virusverbreitung eine Rolle. Dem könne eine Desinfektion des Rachenraums entgegenwirken, weil diese Maßnahme eben direkt an der Verminderung von Viren ansetze. Mittel dafür seien „geprüft und seit 40 Jahren auf dem Markt“: „Viele kennen die Spülung vom Zahnarzt, zum Beispiel nach dem Ziehen der Weisheitszähne“, sagt Zastrow. Betaisodona-Lösung sei für diese Spülungen geeignet – einfach nur Gurgeln reiche nicht aus.
Als zusätzliche Schutzmaßnahme sei die Rachendesinfektion für alle geeignet – „die einzige sofort wirksame Methode“, um Viren zu beseitigen. Für Zastrow gehört sie zur Hygiene als Teil der AHA-Regeln. Der Experte kritisiert die Politik als „unzulänglich“, weil sie diesen Punkt vernachlässige. Selbst vielen Gesundheitsämtern fehlten Hygiene-Kenntnisse: „Konkret kann dazu keiner was sagen außer Desinfektion und Händewaschen.“ Dabei komme es entscheidend auf das richtige Desinfektionsmittel an. So sorge ein Mittel für Flächen erst nach 30 Minuten für Sicherheit, eines für Hände bereits nach 30 Sekunden. Hier sei die Politik gefordert. Diese höre stattdessen aber auf die „Pandemie-Modellierer“ und ihre Vorhersagen für die Corona-Ausbreitung. Seit Fazit dazu: „Alles Pipifax, das tritt sowieso nicht ein.“