Mehr Corona-Infektionen an Kitas und Schulen fürchtet der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner: Bei „19 – die Chefvisite warnt Werner, Kindern und Jugendlichen komme angesichts der Ausbreitung der britischen Virusvariante eine „deutlich stärkere Bedeutung bei der Infektionsausbreitung zu als noch vor vier Monaten“. Darum sei es entscheidend, dass die „erforderlichen Testungen zweimal die Woche“ in Schulen und Betreuungseinrichtung „wirklich umgesetzt werden“, mahnt der Mediziner. Dies sei der „zentral relevante Fragenkomplex“ neben der Diskussion um Verschärfungen des Lockdowns oder Modellversuchen für Öffnungen.
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„Nach der Pandemie müssen wir unser Gesundheitswesen grundlegend überdenken“: Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Krankenversicherers IKK Classic, Kai Swoboda, plädiert in der Sendung für eine Reform der Krankenhäuser und der Gesundheitsversorgung. Als Ziel nennt er „integrierte Versorgungszentren“ mit stationärer und ambulanter Behandlung sowie Therapiemöglichkeiten – „alles unter einem Dach“. Zudem müssten Intensivbetten vorgehalten und finanziert werden. In der Pandemie machten die deutschen Kliniken einen „sehr guten Job“, so Swoboda. Aber: „Die Last liegt aber bei einigen wenigen Häusern.“
Die Herausforderungen durch die Pandemie machen den Mittelstand digitaler. Das berichtet Dieter Weißhaar, Deutschlandchef beim IT-Beratungshaus Experis, im Videocast. Seien 2018 noch 75 Prozent der mittelständischen Unternehmen „technische Nachzügler“ gewesen, habe sich der Anteil nun deutlich verringert, so Weißhaar. Er stellt klar: „Digitalisierung ist Chefsache.“ Es reiche nicht aus, neue Computerausrüstung zu beschaffen. Vielmehr müssten „Arbeitsweisen der Vergangenheit“ über Bord geworfen werden. „Ausdrucken, unterschreiben und dann einscannen, ist nicht digital“, sagt der Experte. Die Unternehmensführungen sollten sich Rat von außen holen und den Prozess des Wandels den Mitarbeitern gegenüber klar kommunizieren.