In den USA breitet sich das Coronavirus weiter stark aus. Mit mehr als 1.77 Millionen bestätigten Fällen (Stand 31. Mai, 13.32 Uhr) ist Amerika nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität weltweit das Land mit den meisten Corona-Infizierten – vor
  • Russland (405.843 Infizierte)
  • England (274.220 Infizierte).
Gestorben sind in den Vereinigten Staaten 103.781 Menschen, die meisten davon in New York City. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Bevölkerung sind enorm, zahlreiche Menschen sind ohne Job. Das hat Folgen, es gibt bereits Demonstrationen und Proteste.

Trump in Bunker - Proteste in Washington

Update, 1. Juni 2020, 11:00 Uhr

Schlagstöcke, Tränengas und Gummigeschosse gegen wütende Demonstranten, Plünderungen und Brandstiftungen: Die Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen brutalen Polizeieinsatz haben zahlreiche Städte der USA auch über Pfingsten in Gewalt und Chaos gestürzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden insgesamt 5000 Mitglieder der Nationalgarde in 15 Bundesstaaten mobilisiert, um die Lage unter Kontrolle zu bringen, darunter in der Hauptstadt Washington.
Die Proteste dauerten am Sonntag den sechsten Tag in Folge an. Dabei kam es in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses in Washington zu Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Pfefferspray und Blendgranaten gegen Menschen ein, die sich in einem an den Amtssitz von Präsident Donald Trump angrenzenden Park versammelt hatten. Demonstranten entzündeten dort mehrere große Feuer.
CNN meldete, bereits am Freitag sei US-Präsident Donald Trump wegen der Proteste vor dem Weißen Haus für knapp eine Stunde in einen Bunker gebracht worden.

Lkw rast in Minneapolis in Menschenmenge

Update, 1. Juni 2020, 10:00 Uhr

In Minneapolis im Bundesstaat Minnesota, wo Floyd zu Tode gekommen war, fuhr ein Tanklaster mit hoher Geschwindigkeit über eine Brücke, während dort ein Protestmarsch mit hunderten Teilnehmern unterwegs war. Ob der Fahrer mit Absicht in Richtung der Menge fuhr, war zunächst unklar. In Fernsehaufnahmen war zu sehen, wie Menschen zur Seite sprangen, bevor der Lkw schließlich stoppte.
Nach ersten Informationen wurde offenbar keiner der Demonstranten bei dem Vorfall verletzt. Der Fahrer selbst wurde nach Angaben der Polizei ins Krankenhaus gebracht, nachdem ihn Demonstranten aus seinem Lkw gezerrt hatten. Seine Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich, hieß es.

Ausgangssperren und Ruf nach Nationalgarde in immer mehr US-Städten

Update, 31. Mai 2020, 14:05 Uhr

Immer mehr Städte in den USA haben angesichts der mittlerweile nahezu landesweiten, teils gewalttätigen Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ausgangssperren verhängt. Die Bürgermeisterin von San Francisco, London Breed, verkündete am Samstagabend eine Ausgangssperre bis 5.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ). Zuvor waren Proteste gegen Polizeigewalt in Plünderungen und Vandalismus umgeschlagen. Zudem erbat die Bürgermeisterin Hilfe der Nationalgarde, wie die Zeitung „San Francisco Examiner“ berichtete.
In Los Angeles wurde ebenfalls die Nationalgarde angefordert, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. Bürgermeister Eric Garcetti sagte im US-Sender Fox News: „Das ist nicht länger ein Protest, das ist Zerstörung.“ In der zweitgrößten Stadt der USA galt zudem ebenfalls eine Ausgangssperre. Aus Chicago meldeten Medien, das Polizeipräsidium habe für die Beamten 12-Stunden-Schichten angeordnet, um die Proteste unter Kontrolle zu bekommen.
In Minneapolis, wo Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz am Montag starb, kam es die fünfte Nacht in Folge zu Unruhen und auch zu Plünderungen. Auf Fernsehbildern waren brennende Geschäfte und Autos zu sehen. In New York gab es Festnahmen sowie Verletzte. Medienberichten zufolge haben Behörden in mindestens 25 Städten in 16 verschiedenen Bundesstaaten Ausgangssperren erlassen. Dennoch kam es vielerorts zu Protesten.

Schwere Ausschreitungen, Revolte und Notstand in Minneapolis

Update, 29. Mai 2020, 10:46 Uhr

Die Lage in den USA scheint infolge der Corona-Krise vielerorts zu eskalieren. In mehreren Städten und Bundesstaaten gibt es Proteste. In der Großstadt Minneapolis (US-Staat Minnesota) kam es in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) erneut zu schweren Ausschreitungen, die durch den Tod des Schwarzen George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz ausgelöst wurden. Demonstranten drangen in eine Polizeistation ein, auf Fernsehbildern waren auch Brände zu sehen. Die Polizeiwache wurde evakuiert.
Auslöser für die Wut und Empörung der Demonstranten war ein rund zehn Minuten langes Video von Floyds Tod, das sich wie ein Lauffeuer auf sozialen Medien verbreitete: Ein weißer Polizist drückte sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals des 46-Jährigen, der wiederholt um Hilfe flehte, bevor er das Bewusstsein verlor. Wiederholt sagte der Afroamerikaner: „Ich kann nicht atmen.“ Er starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus.

Youtube Dramatische Bilder aus Minneapolis

US-Präsident Donald Trump hat wegen der Revolte per Twitter offen mit Gewalt gedroht. „Habe gerade mit Gouverneur Tim Walz gesprochen und ihm gesagt, dass das Militär ganz an seiner Seite steht. Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden wir die Kontrolle übernehmen, aber wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen“, twitterte Trump. Twitter versah kurz darauf den Tweet mit einem Warnhinweis, weil der Beitrag gegen das Verbot von Gewaltverherrlichung bei dem Dienst verstoße.
Bereits am Vortag hatte der Gouverneur des Bundesstaats, Tim Walz, die Nationalgarde mobilisiert und den Notstand für Minneapolis und umliegende Gebiete ausgerufen. Mehr als 500 Soldaten seien in die Region entsandt worden, teilte Minnesotas Nationalgarde mit.
Bei den Protesten in Minneapolis wurde auch ein Team von Journalisten des Nachrichtensenders CNN um den schwarzen Korrespondenten Oscar Jimenez während einer Live-Übertragung festgenommen, obwohl er sich als Medienvertreter zu erkennen gab.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in den USA

Update, 28. Mai 2020, 17:08 Uhr

Trauriger Rekord: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA nach Angaben von Wissenschaftlern mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt demnach bei etwa 1,7 Millionen. Weltweit wurden mehr als 5,7 Millionen Fälle registriert - bei mehr als 350.000 Toten. Erst am Montag vergangener Woche war in den USA die Zahl von 90.000 Toten überschritten worden. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Toten bis Anfang August auf 132.000 ansteigen könnte

"Trump-Todesuhr" am New Yorker Times Square

Update vom 12.05.

Eine Leuchttafel am New Yorker Times Square zeigt die Zahl der Corona-Toten an, für die US-Präsident Donald Trump durch eine verfehlte Politik verantwortlich sein soll. Die "Trump-Todesuhr" beruht auf der Annahme, dass 60 Prozent der Todesopfer in den USA auf das Konto des Präsidenten gehen. Bis Montag zeigte die Installation des preisgekrönten Filmemachers Eugene Jarecki 48.000 Tote an - bei insgesamt mehr als 80.000 Todesopfern in den USA.

USA wirft China Diebstahl bei Corona-Forschung vor

Update vom 11.05.

Die US-Regierung beschuldigt laut Medienberichten China des versuchten Diebstahls. Demnach soll die chinesische Regierung bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff versucht haben "auf illegale Weise an wertvolles geistiges Eigentum und Daten über Impfstoffe, Behandlungen und Tests zu gelangen". So lautet der Vorwurf seitens des FBI und des US-Heimatschutzbundes.
Im Visier des FBI stehen den Berichten zufolge Hacker, die im Auftrag der chinesischen Regierung arbeiteten. Außerdem gehe die US-Bundespolizei davon aus, dass Wissenschaftler und Studenten beauftragt worden seien, Informationen aus wissenschaftlichen Instituten und öffentlichen Laboren zu stehlen, in denen sie arbeiten. Chinas Außenministerium wies unterdessen alle Vorwürfe von sich.

Erster Antigentest auf das Coronavirus in USA zugelassen

Update vom 11.05.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einem Antigentest auf das Coronavirus eine Notfallgenehmigung erteilt. Es handele sich dabei um eine neue Kategorie von Test, die innerhalb von Minuten Ergebnisse liefern könne, schreibt die FDA. Bei dem Antigentest werden Proteinfragmente von Sars-CoV-2 aus Nasenabstrichen nachgewiesen. Damit unterscheidet sich die Untersuchung von Gentests, bei denen Viren-Erbgut in Abstrichen nachgewiesen wird, und von Antikörpertests, bei denen vom Immunsystem gebildete Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

Experten rechnen mit dramatischem Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Update vom 08.05.

Die US-Arbeitslosenquote ist laut Experten infolge der Corona-Krise zuletzt dramatisch angestiegen. Die US-Regierung gibt am Freitag (14.30 Uhr MESZ) die Statistik für den Monat April bekannt. Analysten rechnen mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 15 Prozent, ein Berater von US-Präsident Donald Trump hatte sogar unlängst gewarnt, die Quote könne bereits 19 oder gar 20 Prozent betragen. In den USA haben wegen der Krise seit Mitte März bereits mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren.

Trump fordert erneut rasches Hochfahren der US-Wirtschaft

Update vom 06.05.

US-Präsident Donald Trump hat erneut für eine rasche Wiederankurbelung der Wirtschaft seines Landes plädiert. Zwar sei im Kampf gegen das Coronavirus noch nicht "alles perfekt", sagte Trump am Dienstag beim Besuch einer Fabrik für Atemschutzmasken im US-Bundesstaat Arizona. "Aber wir müssen unser Land öffnen, und wir müssen es bald öffnen." Trump hat immer wieder seine Ungeduld über die Corona-Restriktionen zum Ausdruck gebracht, die zu einem weitgehenden Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität geführt haben. Ein halbes Jahr vor der Präsidentenwahl will er eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität.
Asiatische Riesenhornisse bedroht Bienen Enthauptet die Hornisse bald auch deutsche Bienenvölker?

USA

Corona-Krise lässt Disney-Gewinn stark einbrechen

Update vom 06.05.

Geschlossene Freizeitparks, Stillstand in Hollywood: Der Entertainment-Gigant Disney ächzt unter der Corona-Krise. Das Streaming-Geschäft mit dem neuen Videodienst Disney+ boomt zwar in Zeiten des Lockdown, schreibt bislang aber noch hohe Verluste. Der Überschuss ging in den drei Monaten bis Ende März im Jahresvergleich um über 90 Prozent auf 460 Millionen Dollar (424 Mio Euro) zurück, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte. Dabei stiegen die Erlöse dank boomender TV- und Streaming-Angebote um 21 Prozent auf 18 Milliarden Dollar.

Wegen Corona: 3 Billionen Dollar zusätzliche Schulden

Update vom 05.05.

Die US-Regierung muss für Sonderausgaben infolge der Coronavirus-Pandemie in diesem Quartal rund drei Billionen US-Dollar (2,7 Billionen Euro) Schulden mehr als noch im Februar geplant aufnehmen. Das teilte das US-Finanzministerium am Montag mit. Infolge der zusätzlichen Verschuldung im laufenden Quartal solle Ende Juni ein Überschuss von etwa 800 Milliarden Dollar bestehen.

Trump äußert sich zuversichtlich zu Impfstoff

Update vom 04.05.

Die USA werden nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump voraussichtlich bis Jahresende über einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus verfügen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres, bis Ende des Jahres einen Impfstoff haben", sagte Trump am Sonntag in einer Sendung des US-Fernsehsenders Fox News, die aus dem Lincoln Memorial in Washington gesendet wurde.Trump räumte zugleich ein, dass Experten seine Einschätzung in Zweifel ziehen könnten. "Die Ärzte werden sagen: Das dürfen sie nicht sagen", vermutete der US-Präsident.

Merklingen / Deggingen

Remdesivir erhält in den USA Sonderzulassung für Coronavirus

Update vom 02.05.

Die USA erlauben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Die Ausnahmegenehmigung sei angesichts der Coronavirus-Pandemie „in Lichtgeschwindigkeit“ zustande gekommen, sagte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde Stephen Hahn am Freitag im Weißen Haus. Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. Der Chef des Arzneimittelherstellers Gilead, Daniel O'Day, erklärte, das Unternehmen werde US-Behörden 1,5 Millionen Dosen Remdesivir spenden.

Stuttgart

New York immer noch Epizentrum, Dutzende Leichen entdeckt

Update vom 01.05.

Die Millionenstadt New York ist mit mehr als 18.000 bestätigten Toten durch das Coronavirus derzeit das Epizentrum der Krise in den USA. Der Höhepunkt scheint allerdings überschritten. Am Freitag verkündete Gouverneur Andrew Cuomo 289 neue Todesfälle im Bundesstaat New York, in dem die gleichnamige Metropole liegt - so wenige wie seit rund vier Wochen nicht mehr. Unterdessen fand man nahe einer Bestattungsfirma in New Yorker stadtteil Brooklyn Dutzende Leichen in mehreren Transportern. Der Bestattungsunternehmer sagte, er habe die Fahrzeuge gemietet, weil es wegen der vielen Toten in der Coronavirus-Pandemie keinen Platz mehr in den eigenen Räumen gegeben habe. Außerdem sei sein Kühlraum ausgefallen, und der Bedarf an Miet-Kühllastern sei derzeit so groß, dass er nicht mehr genügend bekommen habe. „Mir ist der Platz ausgegangen. Uns kommen die Leichen zu den Ohren raus.“ Anwohner hatten wegen des Verwesungsgeruchs aus den Lastern die Polizei alarmiert.

Zahl der Corona-Toten in den USA übersteigt US-Opferbilanz des Vietnamkriegs

Update vom 29.04.

Die Zahl der Todesopfer in den USA durch das neuartige Coronavirus hat nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen die Zahl der während des Vietnamkriegs getöteten US-Bürger überschritten. Bis Dienstagabend starben 58.365 Menschen in den USA nach einer Infektion mit dem Coronavirus, wie die Universität in Baltimore mitteilte. Während des Vietnamkrieges wurden laut dem US-Nationalarchiv 58.220 US-Bürger getötet.
Die USA sind inzwischen das am schwersten vom Coronavirus betroffene Land der Welt. Bislang wurden dort mehr als eine Million Infektionen nachgewiesen, ungefähr ein Drittel aller weltweit diagnostizierten Fälle.

China wirft USA „unverschämte Lügen“ in der Corona-Krise vor

Update vom 28.04.

China hat mit drastischen Worten auf die möglichen Entschädigungszahlungen reagiert. US-Politiker verbreiteten „unverschämte Lügen“ über die Pandemie, sagte der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Dienstag in Peking. Damit wollten sie sich „vor ihrer Verantwortung für ihre eigenen, schlechten Maßnahmen zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie drücken und die öffentliche Aufmerksamkeit von sich ablenken“. Trump hat China wiederholt wegen seines Umgangs mit der Verbreitung des Coronavirus scharf kritisiert.