Freude bei den Campern. Seit dem 18.05.2020 haben in den Bundesländern die Campingplätze wieder geöffnet. Wer jetzt aufmacht muss jedoch einige Beschränkungen beachten und sich vorab gut informieren.

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Ulm

Strenge Hygiene- und Schutzauflagen wegen Corona auf Campingplätzen

Was die Hygiene und Schutzauflagen angeht, gibt es in vielen Bundesländern noch keine konkreten Auflagen. So gibt es unterschiedliche Regelungen, die sich oftmals schnell wieder ändern und auch von einzelnen Campingplätzen und Unterkünften unterschiedlich umgesetzt werden. Deshalb ist es ratsam sich immer vor Ort noch einmal genau zu informieren.
Aber grundsätzlich müssen alle Campingplatzbetreiber ein Hygienekonzept vorlegen und sich an eine begrenzte Anzahl von Gästen halten. Auf vielen Campingplätzen dürfen etwa nur Campingfahrzeuge, die über ein autarkes Sanitärsystem verfügen. Miet-Wohnwagen dürfen teilweise schon angeboten werden, da diese abgetrennte Sanitärbereiche haben. Teilweise gilt auch die Maskenpflicht.

Corona-Regeln einhalten, um Campingplatz vor möglicher Schließung zu schützen

Um zu verhindern, dass Plätze wieder schließen müssen, sollten sich die Camper unbedingt an die Abstands- und Hygienemaßnahmen halten, sagt Christian Günther, Geschäftsführer des Bundesverbands der Campingwirtschaft.

Wegen Corona weniger Camper erlaubt - So ist die Lage auf Campingplätzen

Wegen der Mengenbeschränkung auf den Campingplätzen die in einigen Bundesländern, wie etwa Niedersachsen, auf 50 Prozent gesenkt werden, sind bereits viele Plätze bis weit in den August ausgebucht. Andere Betreiber nehmen Buchungen nur unter Vorbehalt an, da ungewiss ist wie viele Gäste sie aufnehmen dürfen. Ratsam ist es auch sich vor der Anreise sich über die geltenden Vorschriften zu informieren. Wer einfach mal so einen Ausflug plant und auf gut Glück einen Campingplatz ansteuert, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden.

Campingplätze kosten oft mehr wegen Corona: „Mit höheren Preisen rechnen“

Für viele Campingplatzbetreiber kam es wegen der Schließungen und den Auslastungsbeschränkungen zu hohen finanziellen Einbußen. Auch die Kosten für die Hygienemaßnahmen führen dazu, dass Campinggäste mit höheren Preisen rechnen müssen, so Günther gegenüber dem NDR.
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Zelten auf dem Campingplatz - So ist die aktuelle Lage wegen Corona

Ein Zelturlaub auf den Campingplätzen ist grundsätzlich möglich. Allerdings wird es sicherlich schwer werden, da viel Betreiber ihre Sanitäranlagen aus Hygieneschutzgründen noch nicht wieder geöffnet haben. Wann in den einzelnen Bundesländern Zelturlaub möglich ist, das ist noch völlig unklar.

Campingplätze in Bayern

Damit am 30. Mai die Campingsaison wirklich starten kann, braucht es jetzt dringend Vorgaben. Die Hoffnung aller ist jetzt, dass in der nächsten Kabinettssitzung konkrete Entscheidungen getroffen werden, damit Planungssicherheit für die Campingplätze besteht.
Situation der Campingplätze in Deutschland
Situation der Campingplätze in Deutschland
© Foto: www.pincamp.de

Campingplätze in Baden-Württemberg

Ab dem 29. Mai werden die sanitären Anlagen auf Campingplätze unter Auflagen geöffnet. Zelten ist dann auch wieder erlaubt. Aber es dürfen nicht unbegrenzt Gäste aufgenommen werden, da ein Sicherheitsabstand eingehalten werden muss.

Urlauber mit Wohnwagen und Wohnmobil wegen Corona im Vorteil

Wer mit seinem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs in den Urlaub ist, hat deutlich mehr Vorteile. Die Anfahrt geschieht im eigenen Fahrzeug, die Sanitären Anlagen sind an Bord und die Parzellen auf den Campingplätzen bieten ausreichend Abstand.

Camping-Urlaub: Platz unbedingt vorab reservieren

Eine spontane Reise ohne vorherige Reservierung eines Platzes wird in diesem Jahr kaum möglich sein. Da sich die meisten Campingplätze an Auflagen halten müssen, dürfen die Betreiber bis höchstens 70 Prozent der maximalen Auslastung belegen.

Camping ohne eigenen Wohnwagen oder Wohnmobil

Diesen Sommer werden sich viel überlegen wohin die Reise geht. Hotels werden nur eine deutlich reduzierte Bettenanzahl belegen. Deshalb wird vielleicht über einen Campingurlaub nachgedacht. Doch was, wenn man kein eigenes Wohnmobil hat?

Diese Alternativen gibt es

Ein Mobilheim oder Hütte
Einige Campingplätze bieten auch kleine Hütten oder Mobilheime an, die meist mit einem eigen Sanitärbereich und einer kleinen Küche ausgestattet sind.

Wohnmobil mieten
Nicht ganz billig, trotzdem eine Alternative: Ein Wohnmobil mieten. Wer frühzeitig bucht hat noch gute Chancen. Dabei schwanken die Preise je nach Ausstattung und Größe. Aber 100 Euro pro Tag muss schon einkalkuliert werden.
Das eigene Auto umfunktionieren
Gut, mit einem Mini oder einem Smart kann es schwer werden. Aber wer ein herkömmliches Auto besitzt, der kann schon ein wenig umrüsten. So kann bei einem Kombi die Ladefläche umgeklappt werden oder auch Dachzelte bieten sich an.
Das eigene Zelt
Auf fast allen Campingplätzen besteht die Möglichkeit das eigene Zelt aufzubauen.

Die Luxusvariante:  Glamping - viele Anbieter haben außergewöhnliche Unterkünfte im Angebot.
Die Luxusvariante: Glamping - viele Anbieter haben außergewöhnliche Unterkünfte im Angebot.
© Foto: glamping.info

Luxus-Camping: Glamping
Wer es gerne etwas glamouröser haben will, für den kommt vielleicht Glamping in Frage. Das Wort Glamping stellt sich aus dem englischen Begriff “Glamour” und “Camping” zusammen und beschreibt eine luxuriöse Variante zum einfachen Campingurlaub.