Aktuell gelten Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen - Bayern, Baden-Württemberg und ganz Deutschland sind wegen Corona im Shutdown. Urlaub könnte da eine willkommene Abwechslung zum eingeschränkten Leben in der Heimat sein. Doch da es sich bei Corona um eine weltweite Pandemie handelt, wird das nicht so einfach. Das Auswärtige Amt rät schon seit Wochen von Reisen ab und viele Flughäfen sind geschlossen. Ob die Maßnahmen gegen das Coronavirus bis in den Sommer reichen, ist noch ungewiss.

Der Sommerurlaub wird nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein. „Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Coronavirus und Sommerurlaub: Pandemie wird uns bis zum Sommer beschäftigen

Selbst bei schrittweiser Rückkehr in den Alltag werde die Pandemie das Land noch bis zum Sommer beschäftigen. „Darum glaube ich, dieser Sommer wird anders. Wir werden wohl nicht wie gewohnt ins Auto, in den Zug oder ins Flugzeug steigen und in die Ferien fahren.“

Auch würden in Urlaubsländern wie Italien oder Spanien die Probleme noch nicht soweit gelöst haben, dass Tourismus wieder möglich sei. „Ich hoffe aber sehr, dass wir das in Teilen in den Herbstferien machen können - und erst recht im kommenden Jahr“, fügte Reinhardt hinzu.

Massive Folgen für die Tourismusbranche

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat vor massiven Folgen für die Branche gewarnt, sollte es im Sommer immer noch massive Einschränkungen geben. Bareiß sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, eine seriöse Einschätzung der Lage im Juli oder August könne heute niemand vornehmen. „Wir werden aber sicher erst Schritt für Schritt das Wirtschaftsleben wieder hochfahren. Sollte die Sommerreisezeit in Gefahr sein, so bedeutet das für die Tourismuswirtschaft, die Hotels und Restaurants, eine kaum vorstellbare Katastrophe.“

Bareiß sagte, er mache sich große Sorgen. „Die Politik darf diese vielen mittelständischen und oft familiengeführte Unternehmen nicht im Stich lassen.“

Mittelstandsbeauftragter Bareiß im Interview „Wir brauchen starke Signale für den Mittelstand“

Berlin