• Eigentlich sollten Schnelltests für alle ab dem 1. März kommen
  • Jetzt verschiebt sich der Start
  • Das Corona-Kabinett spricht erst am 3. März über die Schnelltests
Schnelltests für alle Bürgerinnen und Bürger - das wird es erst einmal doch nicht so schnell geben. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt immer wieder angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken.
Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag.

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Schnelltests für alle: Warum verschiebt sich der Start?

Wie die Tagesschau berichtet, liegt die Verspätung nicht daran, dass es zu wenige Schnelltests gibt. Deutschland habe für dieses Jahr 500 Millionen Tests bestellt und wird zusätzlich 300 Millionen auf europäischem Weg bekommen.
Noch nicht klar sei, wann die Schnelltests den Ländern zur Verfügung stehen. Auch muss noch geklärt werden, wie genau die Schnelltests in den Ländern organisiert werden sollen und wie häufig sich jeder und jede testen lassen kann.

So reagiert Michael Müller auf die Nachricht

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), hat enttäuscht darauf reagiert, dass die kostenlosen Corona-Schnelltests später kommen sollen als erwartet. „Es ist zum wiederholten Mal so, dass von Seiten des Bundesgesundheitsministers Dinge angekündigt wurden, die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen“, sagte Müller im ZDF-„Morgenmagazin“.
Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, ist enttäuscht, dass es die Gratis-Schnelltests nicht ab dem 1. März gibt.
Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, ist enttäuscht, dass es die Gratis-Schnelltests nicht ab dem 1. März gibt.
© Foto: Annette Riedl/DPA

Was bedeuten die verspäteten Schnelltests für die Schulen?

In den Schulen beispielsweise müssten nun wieder vermehrt die bekannten Schutzmaßnahmen gelten - zumindest bis die Test- und Impfkapazitäten hochgefahren werden können. Auch wenn es eine „Gratwanderung“ sei, bekräftigte Müller, dass die schrittweisen Schulöffnungen verantwortbar seien. „Wir haben Lüftungsanlagen, wir haben Masken.“
Eine Konsequenz der späteren Ankunft der Gratis-Selbsttests könne ältere Schülerinnen und Schüler treffen. Es ist Müller zufolge möglich, „dass zum Beispiel in der Schule die nächsten Klassenstufen nicht so schnell in die Schule kommen können wie man es sich vielleicht erhofft hat“.