Die Deutsche Bahn reagiert auf die weitgehende Einschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Die DB plant einem Bericht des Spiegel zufolge, ab Dienstag oder Mittwoch seinen Regionalfahrplan deutschlandweit herunterzufahren - also auch in Baden-Württemberg und Bayern.
Dem Bericht zufolge soll ein Sonderfahrplan greifen. Die Maßnahme sei nötig, weil das Unternehmen angesichts der am Freitag beschlossenen Schulschließungen - darunter in Bayern und Baden-Württemberg - davon ausgeht, dass viele Mitarbeiter ihre Kinder zuhause werden betreuen müssen.
Züge der Bahn, hier stellvertretend ein ICE, sind angesichts des Coronavirus deutlich weniger ausgelastet.
Züge der Bahn, hier stellvertretend ein ICE, sind angesichts des Coronavirus deutlich weniger ausgelastet.
© Foto: DPA

Wegen Coronavirus: Bahn passt Fahrplan sinkender Nachfrage an

Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Ein „Notfahrplan“ sei das nicht.
Außerdem kontrollieren die Zugbegleiter in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Sprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit. Zuvor hatte der „Spiegel“ über die Maßnahmen der Bahn berichtet. Demnach sollen die Fahrpläne von Dienstag oder Mittwoch an ausgedünnt werden.

DB: Fahrplananpassung ist Sache der regionalen Aufgabenträger - also etwa DB Regio

In einer Pressemitteilung des DB-Hauptkonzerns heißt es: „Die DB stellt klar, dass die Fahrpläne wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht seitens des Unternehmens eingeschränkt werden.“ Ein Sprecher sagte der Mitteilung zufolge: „Wir sind von einzelnen Aufgabenträgern angesprochen worden, uns mit möglichen Angebotseinschränkungen auseinander zu setzen. Ziel der Aufgabenträger und der Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr ist es dabei, mit verlässlichen Leistungen eine stabile Versorgung zu gewährleisten und die Mobilität in Deutschland aufrecht zu erhalten. Die Entscheidung über die veränderten Fahrpläne treffen am Ende die Besteller.“
Die Deutsche Bahn stellte weiter fest, Ziel der Aufgabenträger und der Bahnbetreiber sei es, „mit verlässlichen Leistungen eine stabile Versorgung zu gewährleisten und die Mobilität in Deutschland aufrechtzuerhalten“
Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

DB Fahrplan in Bayern wegen Corona angepasst

Bezogen auf Bayern bedeutet das etwa, dass bei der Südostbayern-Bahn ab Montag einige Verstärker-Züge auf der Strecke zwischen Mühldorf und München ausfallen werden, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. Bei der Gäubodenbahn in Niederbayern gelte der Ferienfahrplan.
Der Zugverkehr nach Österreich werde wegen der Grenzschließung ab Montag eingestellt, teilte die Bayerische Oberlandbahn mit. Züge des Meridian nach Salzburg enden demnach vorzeitig in Freilassing, jene nach Kufstein enden in Kiefersfelden. Von dort aus wenden die Züge zurück in Richtung München.
Auch bei der S-Bahn in München werden wegen der Ausbreitung des Virus die Fahrpläne angepasst. Den DB-Angaben zufolge werden ab Montagmorgen die Taktverstärker der Linien 2, 3, 4 und 8 ausfallen. Die Deutsche Bahn empfahl

Deutsche Bahn: Tickets und Fahrten können wegen Corona bis Juni verschoben werden

Die Bahn erweitert wegen der außergewöhnlichen Lage auch die Möglichkeiten für die Kunden, ihre Reise zu verschieben oder zu stornieren. „Die Kulanzregelungen gelten in den kommenden Wochen, deshalb ist es nicht erforderlich, sich unverzüglich zu melden“, betonte das Unternehmen. Erstattungen könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden.