• Mehr als 68.000 Menschen sind im Zusammenhang mit Corona gestorben.
  • Ist die Corona-Mutation B.1.1.7 gefährlicher?
Die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Mutation aus England, B.1.1.7, ist groß. Sie bestimmt die Debatte um mögliche Lockerungen des Lockdown beim nächsten Corona-Gipfel. Die mutierte Variante ist ansteckender als der sogenannte Wildtyp. Doch ist das Risiko zu sterben höher?

Corona Tote: Studie zu Sterberisiko bei britischer Corona Mutation B117

Eine Corona-Infektion geht für jeden Menschen mit einem gewissen Sterberisiko einher. Für die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7 hat der Stuttgarter Mathematiker Christian Hesse dies nun aufzuschlüsseln versucht. „Das nach Infektion mit der britischen Mutante bestehende Sterberisiko ist für 80-Jährige mehr als 1000 Mal so hoch wie für 20-Jährige“, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur zu seiner Rechnung.
Ohne Corona liege dieser Faktor bei Männern bei rund 130, bei Frauen bei 200 - bei einem Senior ist der Tod immer wahrscheinlicher als bei einem jungen Menschen.

Studie zu Infektionssterblichkeit

Der Wissenschaftler der Stuttgarter Universität bezieht sich bei den Daten auf die sogenannte Infektionssterblichkeit. Das ist der Anteil der Corona-Toten unter allen Infizierten, ob getestet oder nicht. Für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung muss dafür unter anderem mittels Blutproben der Immunstatus ermittelt werden, um auch frühere, unentdeckt gebliebene Corona-Infektionen festzustellen.

Wie gefährlich ist die Corona-Mutation B117?

Auf Basis von britischen Analysen hat Hesse so die Gefährlichkeit des Corona-Typs B.1.1.7 berechnet. Ableiten lässt sich demnach, dass eine Infektion mit der Mutante für 55-jährige Männer und 35-jährige Frauen das normale Sterblichkeitsrisiko in diesem Alter wohl verdoppelt. Für 80-jährige Männer und 60-jährige Frauen werde es verdreifacht.

Wie viele Corona-Mutationen gibt es?

Die Mutationen des Coronavirus breiten sich aus. Bereits 22 Prozent der Fälle macht laut Gesundheitsminister Jens Spahn die britische Variante B117 aus. Grundsätzlich gibt es zahlreiche Mutanten des Coronavirus. Besonders im Fokus der politischen Aufmerksamkeit stehen:
  • England (B117),
  • Südafrika (B1351/501.V2)
  • und Brasilien (P.1).