Das Auswärtige Amt hat angesichts der stark ansteigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen eine offizielle Reisewarnung für drei nordspanische Regionen ausgesprochen:
  • Katalonien (mit seiner Metropole Barcelona)
  • Aragón
  • Navarra
Vor nicht notwendigen touristischen Reisen in diese drei Gebiete werde derzeit aufgrund erneut hoher Infektionszahlen und örtlicher Absperrungen gewarnt, teilte das Auswärtige Amt am Freitag mit. Demnach gibt es dort neue regionale Infektionsherde mit einer Inzidenz von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage.
Für die übrigen Regionen Spaniens liege die Zahl der Neuinfektionen unter diesem Wert, erklärte das Ministerium. Für Rückkehrer aus Katalonien, Aragón und Navarra kann laut Auswärtigem Amt nach den Länderverordnungen zur Corona-Krise eine Quarantänepflicht bestehen.
In den betroffenen Regionen liegen beliebte Touristenziele wie Barcelona, die Costa Brava und das spanische Pyrenäengebiet. Bereits am Dienstag riet das Auswärtige Amt von Reisen in die Gebiete ab, das Robert-Koch-Institut nahm die Regionen am Freitag in seine Liste der Risikogebiete auf.

Corona in Risikogebieten wie Aragon und Katalonien - Beamten in BW kann Gehaltsentzug drohen

Baden-Württembergs Beamten droht angesichts dieser Entwicklung unter Umständen ein Gehaltsentzug, sollten sie bewusst in ein Corona-Risikogebiet reisen und nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gehen. In einem erst nach Beginn der Sommerferien veröffentlichten Schreiben an die Behörden macht das Innenministerium Vorgaben und empfiehlt seinen Beamten und Arbeitnehmern, in den Sommerferien einen weiten Bogen um Risikogebiete zu machen. Wer in einer solchen Region Ferien mache und anschließend in Quarantäne geschickt werde, müsse gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen, sofern er nicht daheim arbeiten könne.

Corona Reiserückkehrer: Tests in Stuttgart ab Montag

„Beamte und Arbeitnehmer des Landes, die in Risikogebiete reisen, gefährden ihre eigene Gesundheit, ihre Dienstleistungsbereitschaft und die Gesundheit der Menschen, denen sie versprochen haben zu dienen“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Er hatte bereits am Donnerstag pauschal von einer Auslandreise abgeraten und empfohlen: „Am besten genießt man derzeit seine freien Tage im eigenen Land mit den vorgesehen Abstands- und Hygienemaßnahmen.“
Reiserückkehrer können sich ab Montag nach ihrer Landung am Flughafen Stuttgart auf das Coronavirus testen lassen. Das teilte die Flughafen Stuttgart GmbH am Freitag mit. Im August werde mit bis zu 1000 Tests pro Tag gerechnet.