• Die Kanaren sind jetzt Risikogebiet
  • Eine Reisewarnung für die Kanarische Inseln wurde ausgesprochen (ab 20.12.2020)
  • Urlaub auf den Kanaren ist nur mit anschließender Zwangsquarantäne möglich
  • Corona-Inzidenz steigt auf Teneriffa und La Gomera
  • Einreise auf Kanaren mit Corona-Schnelltest möglich
Für diejenigen, die zu Weihnachten oder Silvester dem Corona-Lockdown in Deutschland entfliehen wollen, gab es bis zuletzt außer den Kanaren nicht viele Möglichkeiten. Doch jetzt sind sie Risikogebiet mit Reisewarnung.

Reisewarnung drohte bereits: Corona-Inzidenz auf Teneriffa und La Gomera über 50

Problemlos ist eine Reise auf die Kanarischen Inseln aktuell nicht mehr möglich, denn auf den meisten von ihnen ist zwar die Corona-Inzidenz unter 50 pro Woche und 100.000 Einwohner, aber eben nicht auf allen: Teneriffa und La Gomera haben zu viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Mit Folgen. Jetzt hat das RKI die Kanaren als Risikogebiet eingestuft und das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Kanarischen Inseln ausgesprochen.
Ab der Schwelle von 50 kann eine Einstufung als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut erfolgen und eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt ausgesprochen werden. Unabhängig davon, ob die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland höher ist, als im betroffenen Land oder Gebiet. Bei der Rückreise nach Deutschland wären dann mindestens 10 Tage Zwangsquarantäne Pflicht, von der die Kanaren seit November ausgenommen waren.

Kanaren aktuell zu Risikogebiet erklärt - Reisewarnung für Teneriffa, Gran Canaria & Co.

Am Freitag, 18.12.2020, (Stand 12.30 Uhr) hat das Robert Koch-Institut (RKI) die gesamten Kanaren als Risikogebiet ausgewiesen. Dementsprechend hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Kanaren ausgesprochen. Auf deren Website heißt es: „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien wird derzeit mit Ausnahme der Kanarischen Inseln aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Mit Wirkung vom 20. Dezember 2020 gilt dies auch für die Kanarischen Inseln.
Alle der Kanarischen Inseln sind davon betroffen:
  • Teneriffa
  • Gran Canaria
  • Fuerteventura
  • Lanzarote
  • La Palma
  • La Gomera
  • El Hierro

Kanaren-Urlaub über Weihnachten und Silvester trotz Corona besonders beliebt

Wegen Corona und den damit verbundenen Pflichten für Urlauber ist die Nachfrage nach Urlaub auf den Kanaren seit Mitte Dezember sehr gestiegen. Denn bisher gab es für Reiserückkehrer in Deutschland keine Zwangsquarantäne. Entsprechend haben sich auch die Preise für Pauschalreisen bis in den Januar hinein stark erhöht. Nachdem Ende November noch Schnäppchen zu machen waren, sind Mitte Dezember Reisen mit Flug und Hotel kaum noch unter 500 bis 600 Euro pro Person und Woche zu bekommen. Je nach Kategorie kann der Preis schnell auch auf das Dreifache wachsen, zumal auf Teneriffa, Gran Canaria & Co. um diese Jahreszeit auch ohne Corona Hauptsaison wäre. Die Inseln sind bei Sonnensuchenden aus Mitteleuropa traditionell zum Überwintern oder für längere Aufenthalte ab drei Wochen beliebt.

So viel kosten die Flüge nach Gran Canaria von Stuttgart, München und Frankfurt aktuell

Auch die Flugtickets sind über die Weihnachts- und Silvester-Feiertage entsprechend teuer geworden. So zahlt man aktuell (Stand 18.12.2020) für ein Hin- und Rückflug vom Samstag, den 19.12.2020 bis Samstag, den 2.1.2021, nach Las Palmas de Gran Canaria, ohne Zwischenstopp, zwischen 490 und 820 Euro pro Peron:
  • ab und nach Stuttgart (STR) mehr als 630 Euro
  • ab und nach München (MUC) mindestens 819 Euro
  • ab und nach Frankfurt (FRA) kostet mindestens 491 Euro (die günstigste Alternative im Süden Deutschlands)
  • Von Friedrichshafen (FDH) am Bodensee, Memmingen (FMM) oder Nürnberg (NUE) werden hierzu keine Flüge angeboten

Welcher Corona-Test für Kanaren-Urlaub - Schnelltest statt PCR?

Unterdessen hatte folgende gute Nachricht zu Corona-Tests zuletzt die Kanaren-Urlauber erfreut: Statt eines aufwändigen und teuren PCR-Tests akzeptieren die Kanaren bei der Einreise nun auch einen Schnelltest. Das sieht jedenfalls das entsprechende Dekret der Regionalregierung vor. Das Attest muss auf Deutsch, Englisch oder Spanisch ausgestellt sein und die Pass- oder Personalausweisnummer enthalten.
Mit der Zentralregierung in Madrid gab es noch Diskussionen darüber, ob das wirklich auf Dauer so bleiben kann, denn überall sonst in Spanien ist weiterhin ein PCR-Test erforderlich - unter anderem auch auf Mallorca und den Nachbarinseln. Von Inselmedien auf den Kanaren wurde berichtet, dass offenbar einige Airlines weiterhin einen PCR-Test verlangen und ansonsten das Boarding verweigern. Auch könnte die spanische Zentralregierung nachträglich womöglich noch ein Veto gegen den Schnelltest einlegen.