Rund 60 Tests auf das Coronavirus sollen in Friedrichshafen noch ausstehen, nachdem in der Stadt am Bodensee mutmaßlich nach einer privaten Feier mindestens 15 Neuinfektionen gegeben hatte - zwölf Schüler und drei Erwachsene. Das berichtet der SWR auf seiner Homepage. Die Fälle sollen direkt oder indirekt mit der Party, die vor anderthalb Wochen stattgefunden haben soll, in Zusammenhang stehen.
Zudem habe es einen 16. Fall gegeben, der laut CDU-Landrat Lothar Wölfle nicht im Zusammenhang mit der besagten Feier stehe. Es soll sich dem SWR zufolge auch hier um einen Schüler handeln. Keiner der Infizierten sei im Krankenhaus.

Corona im Bodenseekreis: Schülerin offenbar im Serbien-Urlaub ohne anschließende Quarantäne

Dem Bericht zufolge soll auf der besagten Veranstaltung eine Schülerin gewesen sein, die mit ihrer Familie in Serbien gewesen war, ohne anschließend in Quarantäne zu sein. Serbien ist als Corona-Risikogebiet eingestuft. Die Schülerin stammt dem SWR zufolge nicht aus dem Bodenseekreis.
Insgesamt gebe es rund 200 Kontaktpersonen zweiten Grades, von denen sich ein Großteil mittlerweile habe testen lassen. Kontaktpersonen zweiten Grades sind Kontaktpersonen ohne engen Kontakt. Ein temporärer Testbereich ist Landrat Wölfle zufolge eingerichtet. Noch stünden etwa 60 Testergebnisse aus.
Die ersten Fälle waren am Freitag bekannt geworden.
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Corona-Ausbruch in Friedrichshafen: Diese Schulen sind betroffen

Betroffen von den Corona-Fällen in Friedrichshafen sind nach Angaben des SWR die folgenden Schulen:
  • Graf-Zeppelin-Gymnasium
  • die Pestalozzi Werkrealschule
  • die Hugo-Eckener-Berufsschule
  • die Claude-Dornier-Berufsschule
  • Droste-Hülshoff-Berufsschule
Auch das Karl-Maybach-Gymnasium und die 7. Klasse der Gemeinschaftsschule Graf Soden sind wegen gemeinsamen Unterrichts oder sonstiger Kontakte dem Bericht nach betroffen.