Eigentlich wären die Freizeitparks im Frühjahr in die neue Saison gestartet. Gerade dann hätten Besucher in den Parks viele neue Attraktionen und Fahrgeschäfte erleben können. Doch wegen der Corona-Pandemie haben die Freizeitparks die erste Hochsaison im Jahr verpasst. Nun warten die Betreiber darauf, angesichts der aktuellen Corona-Lockerungen wieder öffnen zu können. „Sobald es neue Entwicklungen gibt, informieren wir Sie“ liest man daher auf den meisten Internetseiten der Parks.

Wann öffnen die Freizeitparks wieder?

Für die Regelung der Öffnung von Freizeitparks sind die Bundesländer selbst verantwortlich. In Baden-Württemberg geht aus dem Stufenplan der Landesregierung hervor, wann welche Einrichtungen wieder öffnen dürfen.
Freiluft-Ausflugsziele mit Einlasskontrolle sollen gemäß dem Entwurf des Staatsministeriums vor Pfingsten in Baden-Württemberg wieder erlaubt sein. Ab Pfingsten sollen dann Freizeitparks folgen, dürfen sie ab dem 29. Mai öffnen. Ebenso Indoorspielplätze, Spaß- und Freizeitbäder dagegen nur für Schwimmkurse- und Unterricht. Freizeitparks in Bayern visieren nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Freistaat den 30. Mai als Öffnungstermin an

Diese Freizeitparks öffnen am 29. Mai

  • Am 29. Mai startet der Erlebnispark Tripsdrill verspätet in die neue Saison. Übernachtungen im Natur-Resort sind bereits ab 18. Mai möglich. Das Wildparadies hat schon seit 06. Mai wieder geöffnet.
  • Europa-Park Rust empfängt ab 29. Mai seine Gäste
  • Der Schwaben Park, und auch das Schwaben Dorf, wird wieder für Besucher öffnen.
  • Das Ravensburger Spieleland Freizeitpark und das Feriendorf startet mit einer begrenzten Anzahl an Gästen.

Günzburg

Welche Freizeitparks gibt es in der Nähe von Ulm und Neu-Ulm?

Im Südwesten gibt es eine Menge Freizeitparks für Familien mit kleinen und größeren Kindern sowie Erwachsene. Von Ulm und Neu-Ulm aus ist die Anfahrt mit dem Auto zu folgenden Parks nicht weit:
  • Legoland Deutschland Resort, Freizeitpark in Günzburg, voraussichtlich darf es ab 30. Mai Besucher begrüßen
  • Skyline Park, Freizeitpark in Bad Wörishofen (Allgäu) öffnet am 30. Mai

Was machen Freizeitparks bis zur Öffnung?

Dass sich zurzeit keine langen Schlangen vor den Achterbahnen bilden, ist wenig erfreulich: Die Corona-Pandemie legt den Betrieb still. Doch die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen schon seit Wochen. „Das Coronavirus hat uns aus voller Fahrt abgebremst“, sagte die Geschäftsführerin des Legolands in Günzburg, Manuela Stone.
Die Vorbereitungen für die Saison seien so gut wie abgeschlossen gewesen: Blumen gepflanzt, die Fahrzeuge der Attraktionen wieder an Ort und Stelle. „Wir können jederzeit starten“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Der Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn, in der Nähe von Heilbronn, hält seine Besucher bis zur Eröffnung über die sozialen Netzwerke auf dem Laufenden. Nach zehn Monaten Bauzeit gab es dort kürzlich die ersten Testfahrten der neuen Achterbahnen „Volldampf“ und „Hals-über-Kopf“.
Der Schwaben Park in Kaiserbach nutzt die Zwangspause. Dort wird zum Beispiel die Kinder-Wasserbahn renoviert, und die bekommt eine neue Farbe. Ebenso werden die Gehwege dort neu gepflastert. Und auch im Schwaben Park soll es bald eine neue Achterbahn geben.

Arbeitsplätze und Umsatz sind gefährdet

Um das Überleben und Zehntausende Arbeitsplätze zu sichern, sollen Freizeitparks nach dem Willen ihres Verbands wieder Schritt für Schritt öffnen. Die Mitglieder des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) stünden zu 100 Prozent hinter den von Bund und Ländern getroffenen Schutzmaßnahmen, betonte dessen Geschäftsführer Jürgen Gevers. „Sie sind gleichzeitig aber auch dringend darauf angewiesen, dass die Politik ebenso hinter den Freizeitparks steht.“

Berlin/Günzburg

Die Freizeitparks in Deutschland zählen nach Verbandsangaben eigentlich mehr als 44 Millionen Besucher pro Jahr und rund 4,5 Millionen Übernachtungsgäste. Die Umsatzverluste bis Ende April liegen demnach schon bei über 300 Millionen Euro. Etwa 40 Prozent der VDFU-Mitglieder drohe Insolvenz, wenn sie über den Mai hinaus geschlossen bleiben müssten, hieß es.