Die Deutsche Bahn stellt den Fernverkehr nach Tirol und Tschechien wegen der neuen Corona-Regelungen ein. Nach Tirol fahren bis auf weiteres auch keine Regionalzüge mehr - und zwar sowohl bei der Deutschen Bahn (DB) als auch bei der Bayerischen Regiobahn (BRB). Dies teilten die beiden Unternehmen jeweils am Freitag mit.
Die Eurocitys München – Innsbruck – Verona sowie Hamburg – Berlin – Prag entfallen ab Sonntag 0.00 Uhr. Im Regionalverkehr ist bereits Schluss: „Aufgrund der neuen behördlichen Pandemie-Vorgaben für die Ein- und Ausreise sind die grenzüberschreitenden Verkehre von DB Regio nach Tirol zum 12.02.21 eingestellt worden“, hieß es. Betroffen seien die Verbindungen nach Innsbruck und Reutte.
Die Züge der BRB auf der Strecke München–Kufstein wenden im Bahnhof Kiefersfelden an der bayerischen Grenze. „Wir müssen so handeln, weil laut neuester ministerieller Verordnung aus Österreich dieses Mal, im Gegensatz zu früheren Verordnungen, keine Ausnahme für den Personenverkehr besteht“, erläuterte Geschäftsführer Arnulf Schuchmann. „Wir können für unser Zugpersonal die Testpflicht alle 48 Stunden unmöglich umsetzen.“

Berlin

Auch tschechische Bahn stellt Verkehr ein

Nach der Deutschen Bahn hat am Freitagabend auch die Tschechische Staatsbahn (Ceske Drahy/CD) die vorübergehende Einstellung grenzüberschreitender Zugverbindungen angekündigt. Betroffen sind von Sonntag an der Expresszug zwischen Prag und München und die Linie R29 zwischen Cheb und Nürnberg, wie eine Sprecherin am Freitag auf Anfrage mitteilte. Die Eurocity-Linie Prag-Hamburg endet bereits im nordböhmischen Grenzbahnhof Decin.
Die Regionalbahn zwischen Decin und Rumburk über das sächsische Bad Schandau wird durch Busse ersetzt, die deutsches Gebiet weiträumig umfahren. Andere Linien wie Karlovy Vary (Karlsbad)-Johanngeorgenstadt und Cheb-Hof verkehren nur auf tschechischem Gebiet bis zum letzten Bahnhof vor der Grenze. Die Züge zwischen Domazlice und Furth im Wald in der Oberpfalz fallen ganz aus.