• Mehr als 30.000 Bußgeldverfahren wegen Missachtung der Corona-Regeln sind in Deutschland eingeleitet
  • Vorne mit dabei: München, aber auch Stuttgart
  • Die Einnahmen der Städte sind unterschiedlich hoch, belaufen sich aber auf bis zu 1,2 Millionen Euro
München, Stuttgart, Berlin, Hamburg: In den sieben einwohnerstärksten Städten in Deutschland sind laut einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ deutlich mehr als 30.000 Corona-Bußgeldverfahren eingeleitet worden. In München seien demnach bis Ende September gut 9100 Verfahren durchgeführt worden, heißt es unter Berufung auf einen Sprecher des örtlichen Kreisverwaltungsreferats. Knapp davor liege Hamburg mit rund 11.000 Verfahren.

Corona in Stuttgart: Mehr als 4700 Bußgeldverfahren

In Stuttgart wurden dem Bericht zufolge seit April 4745 Bußgeldverfahren bearbeitet. Frankfurt am Main habe rund 3100 Verfahren eingeleitet, heißt es weiter, Düsseldorf 1200. In Berlin seien die einzelnen Bezirke zuständig, wo es laut Bericht 4400 Verfahren gebe - allerdings hätten nicht in allen Bezirken aktuelle Zahlen vorgelegen. Damit ergibt sich eine Gesamtsumme von gut 33.500 verzeichneten Bußgeldverfahren. Dabei fehlen Angaben aus Köln, wo nur Schätzungen vorliegen, mit wie vielen Einnahmen zu rechnen ist.

Corona in Hamburg und München: Einnahmen von bis zu 1,2 Millionen Euro durch Bußgelder

Die Rheinmetropole prognostiziert diese demnach auf rund 430.000 Euro und liegt im Vergleich der befragten Städte im Mittelfeld. Für München werden in dem Bericht 1,2 Millionen Euro Einnahmen genannt, Hamburg liege knapp unter einer Million. Berliner Bezirke beziffern die Einnahmen demnach auf mindestens 120.000 Euro, wie es in dem Bericht heißt. Für Frankfurt und Düsseldorf werden die Einnahmen mit 275.000 und 112.000 Euro angegeben. Stuttgart hatte als einzige der angefragten Städte keine Angaben zu den Einnahmen gemacht.