Copernicus-Daten: Der Juni war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Laut einem aktuellem Klimabericht war der Juni 2025 der drittwärmste Juni weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, in Westeruopa war er der wärmste. (Symbolbild)
Thomas Warnack/dpa- Juni 2025 war weltweit der drittwärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
- In Westeuropa wurden zwei extreme Hitzewellen mit Temperaturen über 40 °C registriert.
- Studie: Klimawandel ließ Hitzewelle bis zu 4 °C heißer ausfallen, Gesundheitsrisiken stiegen stark.
- Baden-Württemberg: Am 2. Juli 2025 Höchstwert von 38,7 °C in Waghäusel-Kirrlach gemessen.
- Wetterprognose: Bis Samstag wieder sommerlich, Temperaturen bis 29 °C erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das geht aus dem aktuellen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hervor. Mit einer durchschnittlichen Monatstemperatur von 20,49 Grad Celsius lag der Juni 2025 2,81 Grad über dem Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Hitzesommer 2003 knapp um 0,06 Grad übertroffen.
Europa verzeichnete im Juni 2025 laut dem Bericht zwei Hitzewellen mit „extremen“ Temperaturen in der Mitte und am Ende des Monats. Weltweit war der Juni 2025 der drittwärmste Juni, knapp hinter dem Juni 2024 und beinahe so heiß wie der Juni 2023. Seit Ende Juni waren in vielen Ländern Europas die Temperaturen auf über 40 Grad Celsius gestiegen.
Durch Klimawandel bis zu vier Grad heißer
Laut einer am Mittwoch (9.7.) veröffentlichten Studie des Imperial College London ist diese jüngste Hitzewelle extrem früh, stark und lang andauernd in Westeuropa aufgetreten und wegen des menschengemachten Klimawandels um bis zu vier Grad heißer ausgefallen.
Der zusätzliche Temperaturanstieg habe auch die Zahl der Hitzetoten erheblich ansteigen lassen. Für die 30 Millionen Bewohner der untersuchten Städte, darunter Paris, London und Madrid, habe sich zudem das Gesundheitsrisiko vergrößert.
Hitzewellen als „stille Killer“
„Für Tausende von Menschen kann ein Temperaturanstieg um nur zwei oder vier Grad eine Frage von Leben und Tod sein“, sagte Garyfallos Konstantinoudis vom Imperial College London. Deshalb seien Hitzewellen als „stille Killer“ bekannt. „Die meisten Todesfälle ereignen sich zuhause oder in Krankenhäusern fernab der Öffentlichkeit und werden selten gemeldet“, fügte er hinzu.
Um den Einfluss des Klimawandels zu beurteilen, simulierten die Wissenschaftler die Intensität der Hitzewelle in einer Welt ohne den massiven Ausstoß von Treibhausgasen, der vor allem durch fossile Brennstoffe verursacht wird.
Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler mehrerer europäischer Forschungsinstitute betonten, dass es sich um eine Schätzung handle. Bis zu einer offiziellen Bilanz der jüngsten Hitzewelle wird es voraussichtlich mehrere Wochen dauern. In den vergangenen Sommern hatten Hitzewellen bereits Zehntausende vorzeitiger Todesfälle verursacht.
Hitzewelle im Südwesten Ende Juni
In Baden-Württemberg war die Hitzewelle vor allem Ende Juni und Anfang Juli deutlich zu spüren gewesen. Am Mittwoch, 2. Juli, hatte sie ihren Höhepunkt erreicht: Die Temperaturen waren auf neue Höchstwerte für dieses Jahr im Südwesten gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden in Waghäusel-Kirrlach (Kreis Karlsruhe) 38,7 Grad Celsius gemessen. Damit wäre der 2. Juli 2025 der bisher heißeste Tag in diesem Jahr in der Region.
Derzeit ist das Wetter im Südwesten wechselhaft mit Sonne und Wolken, vereinzelt auch Schauern, mit Temperaturen zwischen 16 und 23 Grad. In der Nacht zum Donnerstag wird es laut DWD niederschlagsfrei und klar, es soll auf 12 bis 5 Grad abkühlen. Von Donnerstag bis Samstag soll es allmählich wieder sommerlich werden, mit Temperaturen bis zu 29 Grad am Samstag.
Mit Material von afp.
