["CO“ „-Preis"] 2: Kosten für CO steigen schneller als geplant

Wer CO₂ ausstößt, soll dafür zahlen. Und die Tonne Kohlenstoffdioxid wird von Jahr für Jahr teurer. Preisentwicklung, Entlastungen, Verwendung - hier gibt es alle Infos zum CO₂-Preis.
Uwe Anspach/dpaWer für den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO₂) verantwortlich ist, soll dafür zahlen. Das ist das simple Prinzip des EU-Emissionshandels, der auch in Deutschland gibt. Auch im Jahr 2024 soll der Preis für CO₂ für die Verursacher weiter steigen. Und zwar schneller, als ursprünglich geplant. Was ist der CO₂-Preis und wie entwickelt er sich? Hier gibt es alle Infos:
Wie funktioniert der CO₂-Preis?
In Deutschland wurde im Jahr 2021 ein nationales Emissionshandelssystem eingeführt. Es erstreckt sich auf alle fossilen Energieträger wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel, die nicht vom EU-Emissionshandel abgedeckt sind. Und so funktioniert das neue System: Unternehmen, die fossile Rohstoffe in den Verkehr bringen, müssen für jede Tonne CO₂, die durch deren Verbrennung verursacht wird, Emissionszertifikate erwerben. Diese Mehrkosten werden von den Unternehmen über die Preise für Heizöl, Gas, Benzin und Diesel an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben.
Der daraus hervorgehende Lenkungseffekt sollen laut Bundesfinanzministerium klimafreundliche Produkte und Verhaltensweisen lohnender und klimaschädliche entsprechend weniger attraktiv machen, z. B. beim Auto- oder Heizungskauf.
Wie ist die Preisentwicklung beim CO₂?
In der Startphase ist ein jährlich steigenden Festpreis auf den CO₂-Gehalt fossiler Energieträger vorgesehen. Das sei laut Bundesfinanzministerium wichtig, um Sicherheit und Zuverlässigkeit für die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen in Bezug auf kurz- und mittelfristige Kauf- und Investitionsentscheidungen zu schaffen. Im Zuger ihrer Haushaltsverhandlungen für das kommenden Jahr wurde beschossen, dass der CO2-Preis 2024 auf das von der Vorgängerregierung geplante Niveau von 45 Euro pro Tonne steigen. Das sind fünf Euro mehr als bisher geplant.
Und soviel kostet eine Tonne CO₂ laut Bundesfinanzministerium in den kommenden Jahren:
- 2023: 30 Euro /Tonne
- 2024: 45 Euro /Tonne
- 2025: 55 Euro /Tonne
- ab 2026: Zwischen 55 und 65 Euro/Tonne
Was macht der Staat mit den Einnahmen aus dem CO₂-Preis?
Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung sollen komplett für den Klimaschutz eingesetzt und den Bürgerinnen und Bürgern zurückgegeben, so das Versprechen der Bundesregierung. Demnach fließen sie zunächst in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem wiederum Maßnahmen finanziert werden, die allen Bürgern zu Gute kommen und sie beim Umstieg auf klimafreundliche Alternativen unterstützen. Zum Beispiel bei der Sanierung von Gebäuden, beim Austausch von Heizungen oder beim Erwerb CO₂-sparender Autos.
Informationen rund um das Thema Klimawandel und die Folgen gibt es auf unserer Klimawandel-Themenseite.
