Am kommenden Samstag, den 04.12.2021, findet das Spitzenspiel der 1. Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München statt.
Nachdem zuletzt noch geplant war, das Samstagabend-Spiel im Dortmunder Signal Iduna Park vor 67.000 Zuschauern stattfinden zu lassen, hat der BVB nun auf die aktuell prekäre Corona-Lage reagiert. Schon vor der Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalens zur möglichen Auslastung-Grenze hat der BVB den Verkauf der Tickets storniert. Das gaben die Borussen am heutigen Mittwoch bekannt.
  • Wird Bayern gegen Dortmund jetzt ein Geisterspiel?
  • Was passiert mit den stornierten Tickets der Zuschauer?
  • Alle Infos zur Corona-Lage für das Topspiel BVB gegen Bayern bekommt ihr hier.

BVB storniert alle Tickets: Was bedeutet das für die Zuschauer?

Anlass für die Maßnahme ist die Entwicklung der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen. „Aktuell ist [...] mit einer pandemiebedingten Reduzierung der Kapazitäten durch die Landesregierung innerhalb der kommenden Tage zu rechnen“, teilte der BVB in einer Stellungnahme mit. Sobald klar ist, wie viele Fans ins Stadion dürfen, soll ein neuer Vorverkauf starten. Ursprünglich waren alle 67.000 zur Verfügung stehenden Tickets vorzeitig verkauft worden. Die Fans sollen das Geld für die gekauften Tickets zurückerstattet bekommen.

Bundesliga ohne Zuschauer: Wird Dortmund gegen Bayern jetzt ein Geisterspiel?

Die Corona-Schutzverordnung in NRW erlaubt derzeit noch für Großveranstaltungen eine volle Auslastung von Sitzplätzen, während Stehplätze nur zu 50 Prozent belegt werden dürften. Für den Signal-Iduna-Park in Dortmund heißt das: 67.000 Zuschauer dürften nach aktuellem Stand das Spiel live im Stadion sehen.
Das wird jedoch mit Sicherheit nicht passieren, denn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kündigte am Montag strengere Corona-Auflagen für NRW an. Den Stadien drohen Einschränkungen - was Konsequenzen für das Topspiel BVB gegen Bayern haben könnte. „Wir haben ja Bilder gesehen am Wochenende - auch vom Fußball. Auf der anderen Seite kommen aus anderen Bundesländern - weil wir noch Kapazitäten haben, weil bei uns die Lage noch beherrschbar ist - kommen Patienten zu uns eingeflogen“, sagte Hendrik Wüst im ARD-Mittagsmagazin: „Das sind Dinge, die nicht zusammen passen. Und an solche Sachen werden wir auch ran gehen.“
Laut Medienberichten plant NRW eine Auslastungs-Obergrenze von einem Drittel und eine Deckelung bei maximal 25.000 Zuschauern.

Frankfurt (Oder)

FC Augsburg reagiert auf hohe Corona-Zahlen – Söder fordert Geispiele bundesweit

Vor der Bekanntmachung des Dortmunder Verkaufsstopps am Mittwoch hatte bereits eine kurze Mitteilung des FC Augsburg die unübersichtliche Lage verdeutlicht. Er plane für das kommende Heimspiel gegen den VfL Bochum mit einer Stadion-Auslastung von 25 Prozent, ließ der FCA wissen. Demzufolge wollen die Fuggerstädter entweder nach Hessen umziehen oder gegen ihre Landesregierung rebellieren.
Schließlich soll es in Bayern zukünftig Geisterspiele geben, während Hessen ein Viertel der Kapazität freigeben will. Das sind jedenfalls die Ankündigungen der Ministerpräsidenten vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag.
Stand jetzt wird an deren Ende mit Blick auf den Profisport ein Flickenteppich herauskommen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass alles auch ganz anders kommen kann. Möglicherweise setzt sich doch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit seiner Forderung nach bundesweiten Begegnungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch. Unterstützung erhält der CSU-Politiker aus Baden-Württemberg und auch aus Sachsen, wo die Geisterspiel-Regelung ohnehin bereits gilt.