Bürgergeld steigt 2024
: Anfang des kommenden Jahres gibt es für Millionen Deutsche mehr Geld

Das Bürgergeld soll im kommenden Jahr steigen. Das teilte Bundessozialminister Hubertus Heil jetzt mit.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Das Bürgergeld soll Anfang 2024 steigen.

Monika Skolimowska/dpa

Gute Nachrichten für die Bezieher von Bürgergeld: Ab 2024 gibt es mehr Geld. So soll der Satz für Alleinstehende Anfang 2024 von 502 auf 563 Euro im Monat steigen, wie Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) am Dienstag in Berlin mitteilte. Konkret soll die Erhöhung zum 1. Januar 2024 erfolgen, hieß es aus Berlin.

Jugendliche von 14 bis 17 Jahren bekommen 51 Euro mehr, der Satz steigt Heil zufolge von 420 auf 471 Euro im Monat. Sechs– bis 13–jährige Kinder bekommen 390 Euro statt 348 Euro. Kleinkinder bis fünf Jahre erhalten 357 Euro statt derzeit 318 Euro.

Die weitaus deutlichere Steigerung als in vergangenen Jahren ist Heil zufolge unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bürgergeld–Sätze schneller an die Preis– und Lohnsteigerungen angepasst werden müssen als das früher der Fall war.

Was ist das Bürgergeld?

Das Bürgergeld (Grundsicherung für Arbeitsuchende) ist eine Leistung des Sozialstaats zur Sicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums. Es sichert diejenigen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen decken können. Mit dem Bürgergeld hat die Ampel–Regierung Anfang des Jahres 2023 das Hartz–IV–System abgelöst.

Derzeit beziehen 5,5 Millionen Bedürftige Bürgergeld, darunter 1,68 Millionen Arbeitslose. Die Regelsätze waren bereits zu Jahresbeginn um rund 50 Euro gestiegen. Durch die Reform wird die Höhe der Leistungen schneller als früher an die Preisentwicklung angepasst. Zuvor war die Inflation nur sehr zeitverzögert berücksichtigt worden. Nun wird das Lohn– und Inflationsniveau für die Regelsätze des Folgejahres bis zum zweiten Quartal des aktuellen Jahres berücksichtigt.

Die Regelsätze für das Bürgergeld werden jedes Jahr zum 1. Januar an die Preise für so genannte regelbedarfsrelevante Güter und Dienstleistungen angepasst; auch die Entwicklung der Nettolöhne und Nettogehälter wird dabei berücksichtigt. Das Bürgergeld hat den Anspruch, das menschenwürdige Existenzminimum abzudecken.

(mit Material von dpa und epd)