Brandanschlag in Krumbach: Verdächtiger in U-Haft nach Feuer in Flüchtlingsunterkunft

Die Feuerwehr musste keine Flammen mehr löschen, sie waren von selbst ausgegangen. (Symbolbild)
© Christian Schwier/stock.adobe.comNach dem Brand in einer Krumbacher Flüchtlingsunterkunft Ende Juni hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen übernommen. Wie die Behörde am Mittwoch (10. Juli) mitteilte, ist die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) zuständig. Am 1. Juli wurde ein 40 Jahre alter Verdächtiger festgenommen. Die Ermittler vermuten ein fremdenfeindliches Motiv. In der Wohnung Mannes seien Devotionalien gefunden worden, die auf eine rechte Gesinnung schließen ließen, darunter mehrere Hakenkreuzbilder. Der Beschuldigte sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.
Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Krumbach (Landkreis Günzburg) hatten am 23. Juni spätabends Brandgeruch festgestellt und die Feuerwehr gerufen. In einem Abstellraum im Keller wurden von den Einsatzkräften Brandspuren entdeckt, die Flammen waren aber bereits ausgegangen. Die Polizei geht von einem vorsätzlich gelegten Feuer aus, verletzt wurde niemand. Gegen den 40-jährigen Verdächtigen wird wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt.
Ermittler suchen Motiv für den Brandanschlag
„Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen fand die Polizei ein Hakenkreuzbild und weitere Bilder und Gegenstände, die auf eine rechte Gesinnung schließen lassen“, heißt es in der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft München. Deshalb würden die Ermittlungen seit dem 8. Juli von dort aus geführt. Der genaue Tathergang und das Motiv für den Brandanschlag würden noch untersucht.
Außerdem ruft die Polizei Zeugen auf, ihre Beobachtungen zu schildern. Parallel versucht sie herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zu einem gelegten Brand in einem Flüchtlingsheim im Oktober 2022 ebenfalls in Krumbach gibt. Damals wurden drei Männer durch das Feuer leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet, der Fall ist aber bis heute nicht geklärt.
Mit Informationen der dpa.
