Brand in Messie-Wohnung: Mutter und zwei Kinder sterben nach Feuer in Berliner Hochhaus

Dieses 20-stöckige Wohnhaus im Berliner Osten stand am 11.2.2026 in Flammen. Eine Mutter und zwei Kinder starben. Nach Informationen der dpa war das Feuer in der Messie-Wohnung eines 75-Jährigen ausgebrochen.
Markus Lenhardt/dpa- Feuer in 20-stöckigem Hochhaus in Berlin-Friedrichsfelde am 11.2.2026
- Zwei weitere Tote: 26-Jährige und ihr fünfjähriges Kind; Baby starb kurz nach dem Feuer
- Brandherd: Messie-Wohnung eines 75-Jährigen im 3. Stock; große Unordnung behinderte Einsatz
- 170 Feuerwehrleute vor Ort; Portier bemerkte Alarm und starken Rauch
- Aufzug und Teile der Heizung abgeschaltet; elf Menschen in Hotels; LKA ermittelt
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenige Tage nach einem Brand in einem 20-stöckigen Hochhaus sind zwei weitere Opfer gestorben. Es handelte sich um eine 26-Jährige und ihr fünf Jahre altes Kind. Ein weiteres neun Monate altes Kind der jungen Frau war bereits kurz nach dem Feuer gestorben.
Das Feuer war am Mittwoch in dem Hochhaus mit Dutzenden Wohnungen ausgebrochen. Brandherd war der Feuerwehr zufolge die Wohnung eines 75-Jährigen im dritten Obergeschoss. Auch er wurde bei dem Brand verletzt. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur handelte es sich um eine sogenannte Messie-Wohnung, die mit zahlreichen Gegenständen vollgestellt war. Die große Unordnung behinderte demnach die Brandbekämpfung.
Die 26-Jährige und ihre beiden Kinder wurden im Treppenhaus des dritten Stocks, also vor der Brandwohnung, gefunden. Alle drei waren bewusstlos und mussten reanimiert werden. Für das neun Monate alte Baby kam aber jede Hilfe zu spät.
Der Portier hörte einen Brandmelder piepsen
Der Portier des Gebäudes in Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg hatte das Feuer bemerkt: Ein Brandmelder hatte gepiept, kurz darauf war starker Rauch wahrnehmbar.
Die Feuerwehr rückte mit 170 Kräften an. Sie kontrollierten die Wohnungen in dem Haus und brachten rund 70 Bewohner in Sicherheit. Noch am Abend entschieden die Behörden, welche Wohnungen weiter bewohnbar waren und wer sich eine Ersatzunterkunft suchen musste.
Folgen für die anderen Bewohnerinnen und Bewohner
Während der Strom in dem Gebäude zunächst weiterlaufen konnte, mussten der Aufzug und ein Teil der Heizungen vorübergehend abgeschaltet werden.
Das Bezirksamt Lichtenberg war noch in der Brandnacht mit Einsatzkräften vor Ort und organisierte für elf Menschen Hotelzimmer in der Nähe und auch ein Shuttle dorthin. Im Nachgang prüft nun die Bau- und Wohnungsaufsicht alle betroffenen Wohnungen, damit der Eigentümer sie schnell wieder herrichten kann.
Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.
mit Material von dpa

