Brände in der Türkei
: Elf Tote und dutzende Verletzte

In der Türkei bricht in einer ländlichen Region ein Feuer aus, für einige Menschen gibt es kein Entkommen.
Von
Philipp Staedele
Istanbul
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Waldbrände in der Türkei

In der Türkei ist in einer ländlichen Region ein Feuer ausgebrochen.

Sercan Ozkurnazli/DIA Photo/AP/dpa

Im Südosten der Türkei bricht auf einem Feld ein Feuer aus und fordert mehrere Menschenleben. Alle Infos im Überblick.

Elf Tote nach Bränden in der Türkei

Elf Menschen sind nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa infolge des Brandes auf einem Feld gestorben. Insgesamt seien 78 Menschen verletzt worden, 6 von ihnen würden weiter auf Intensivstationen behandelt, schrieb der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitag auf der Plattform X. Zuvor war die Rede von fünf Toten gewesen.

Brand in der Türkei: Was ist passiert?

Das Feuer war am Donnerstagabend auf einer landwirtschaftlichen Fläche in der Provinz Diyarbakir in der Gemeinde Cinar ausgebrochen und hatte sich der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge durch starken Wind bis auf etwa 30 Kilometer entfernte Orte in der benachbarten Provinz Mardin ausgebreitet. Die Regierung der Großgemeinde Diyarbakir schrieb, es seien sechs Löschfahrzeuge und 60 Helfer im Einsatz gewesen. Das Feuer sei mittlerweile unter Kontrolle, Flächen würden aber weiter abgekühlt.

Laut Anadolu war auch ein 17-Jähriger unter den Toten. Lokalen Medienberichten zufolge wurde er gemeinsam mit seinem 40-jährigen Cousin vom Feuer „eingeschlossen“. Der türkische Justizminister Yilmaz Tunc kündigte Ermittlungen zu den Bränden an. Die prokurdische Partei Dem warf der Regierung vor, zu spät und unzureichend auf das Feuer reagiert zu haben.

Der Tierschutzverband Haytap und lokale Tierschutzvereine verbreiteten Bilder von zahlreichen verbrannten und schwer verletzten Schafen und Ziegen, die auf den verbrannten Feldern noch auf tierärztliche Hilfe warteten.

Was war die Ursache für den Brand?

Die Ursache für den Brand sei laut Regierung der Großgemeinde Diyarbakir weiterhin unklar.