Blutbad geplant
: Terror-Prozess um abgesagte Swift-Konzerte gestartet

Rund 200.000 Fans wurden zu drei Taylor-Swift-Konzerten 2024 in Wien erwartet. Kurz vor dem ersten Konzert schlugen die Fahnder zu. Ein 21-jähriger Terrorverdächtiger soll ein Blutbad geplant haben.
Von
Kerstin Auernhammer,
dpa
Wien
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Prozess um mutmaßlichen Anschlag auf Swift-Konzert startet: 28.04.2026, Österreich, Wiener Neustadt: Zwei Angeklagte verbergen ihre Gesichter hinter Aktenordnern auf dem Weg in den Gerichtssaal des Bezirksgerichts. Einer von ihnen soll einen Anschlag auf ein Konzert von Superstar-Sängerin Taylor Swift in Wien im August 2024 geplant und sich zur Gruppe Islamischer Staat bekannt haben. Foto: Matthias Schrader/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zwei Angeklagte verbergen ihre Gesichter hinter Aktenordnern auf dem Weg in den Gerichtssaal des Bezirksgerichts Wien. Einer von ihnen soll einen Anschlag auf ein Konzert von Superstar-Sängerin Taylor Swift in Wien im August 2024 geplant und sich zur Gruppe Islamischer Staat bekannt haben.

Matthias Schrader/AP/dpa
  • Prozess nach Terrorwarnung zu Swift-Konzerten in Wien gestartet – Beginn wegen Technik verzögert.
  • Ein 21-jähriger Österreicher soll 2024 ein Blutbad vor dem Ernst-Happel-Stadion geplant haben.
  • Zweiter Angeklagter ohne direkte Tatverbindung, laut Justiz Teil einer anschlagsbereiten Zelle.
  • Dritter Verdächtiger sitzt in Saudi-Arabien in Haft, Messerangriff in Mekka verletzte Sicherheitskräfte.
  • Die drei Wien-Konzerte der „Eras“-Tour wurden vorsorglich abgesagt, rund 200.000 Fans waren erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hunderttausende Fans hatten sich 2024 auf die Europa-Konzerte von Superstar Taylor Swift im Rahmen ihrer „Eras“-Tour gefreut. Allein drei Konzerte sollten in Wien stattfinden – doch kurz vorher wurden die Konzerte abgesagt. Der Grund: eine Terrorwarnung.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat knapp zwei Jahre danach der Prozess gegen die Verursacher begonnen. Verantworten müssen sich zwei mutmaßliche Mitglieder einer Terrorzelle am Landesgericht Wiener Neustadt. Das Verfahren wurde nach wenigen Minuten allerdings wegen eines Technikproblems unterbrochen und sollte mit halbstündiger Verzögerung fortgesetzt werden.

Einem 21-jährigen Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass er im August 2024 ein Blutbad unter Swift-Fans vor dem Konzertgelände am Ernst-Happel-Stadion anrichten wollte. Nach seiner Festnahme und dem Bekanntwerden der mutmaßlichen Pläne waren alle drei Konzerte des US-Musikstars in Wien vorsorglich abgesagt worden.

Vorwurf der „Terrorzelle“ schwerwiegend

Der zweite Angeklagte hatte laut Justiz zwar keine direkte Verbindung zu den Attentatsplänen. Er soll aber mit dem Hauptangeklagten und einem dritten Verdächtigen, der aktuell in Saudi-Arabien in Haft sitzt, laut Justiz eine jederzeit anschlagsbereite Terrorzelle gebildet haben. Der dritte Verdächtige hatte in Mekka in Saudi-Arabien bei einem Anschlag mehrere Sicherheitsbeamte mit Messerstichen verletzt.

Den beiden Angeklagten drohen 10 bis 20 Jahre Haft. Entscheidend für die Höhe der möglichen Strafe ist der Verdacht, dass beide Verdächtige den mutmaßlichen Komplizen bei dessen Tat in Saudi-Arabien ermutigt und unterstützt haben sollen. Für die Vorbereitung eines Terror-Akts – wie beim Swift-Konzert – fällt die mögliche Strafhöhe deutlich niedriger aus.

Vorsorgliche Absage durch den Veranstalter

Die drei Konzerte waren Teil der „Eras“-Tour von Swift und sollten vom 8. bis 10. August 2024 im Ernst-Happel-Stadion stattfinden. Insgesamt wurden rund 200.000 Besucher erwartet.

Swift (36) war damals auf ihrer sechsten großen Konzerttournee. Mit der „Eras“-Tour wollte die Musikerin alle bis dahin veröffentlichten Alben und ihre „musikalischen Epochen“ feiern. Im Sommer 2024 kam Swift für Konzerte nach Europa – unter anderem nach Großbritannien, Italien, Polen und Deutschland.

Taylor Swift gehört zu den erfolgreichsten Musikerinnen weltweit mit über 200 Millionen verkauften Tonträgern. Sie hat eine riesige, weltweite Fangemeinde, die sich selbst „Swifties“ nennt. Allein auf Instagram folgen ihr 280 Millionen Menschen. Auch viele Promis sind „Swifties“, etwa Heidi Klum Herzogin Meghan oder Fußballtrainer Jürgen Klopp.

Im Oktober 2025 kam Swifts neuestes Album „The life of a showgirl“ auf den Markt.