Blobfisch ist Fisch des Jahres: Darum sieht das Tier so hässlich aus

Tiefseefische wie der Blobfisch sind selten wunderschön, dafür aber umso faszinierender. Im Bild: Ein Bildhauer arbeitet an einer Monsterfischskulptur zum Thema Tiefsee.
Stefan Sauer/dpa- Blobfisch ist „Fisch des Jahres“; zuvor „hässlichstes Tier der Welt“.
- Lebt in Tiefen von 600 bis 3.000 Metern; Südwest-Pazifik.
- Bedroht durch Tiefseefischerei; oft Beifang.
- Druck in Tiefsee hält Körper kompakt; über Wasser quillt er auf.
- Radiosender in Neuseeland half bei Wahl zum „Fisch des Jahres“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Unter Wasser betrachtet ist der Blobfisch zwar keine Schönheit: Mit seinen weit auseinander stehenden Augen, dem flachen Kopf und dem doch sehr großen Maul wirkt der Tiefseefisch sehr kompakt. Dennoch galt er schon als „hässlichstes Tier der Welt“. Warum das so ist und wie der Blobfisch nun den Titel „Fisch des Jahres“ bekommen hat.
Blobfisch ist Fisch des Jahres
Es ist bereits der zweite Titel für den Blobfisch: Im Jahr 2013 zum „hässlichsten Tier des Jahres“ gewählt, darf der Tiefseefisch inzwischen den Titel „Fisch des Jahres“ tragen. Das hat allerdings auch einen sehr ernsten Hintergrund: Der Blobfisch (lat. Psychrolutes marcidus) lebt in Tiefen zwischen 600 und 1.200 Metern, manchmal bis zu 3.000 Metern Tiefe, vor allem im Südwest-Pazifik. Wie andere Tiefsee-Lebewesen ist auch der Fisch mit dem knolligen Gesicht vom Aussterben bedroht. Das liegt vor allem daran, dass der Blobfisch oft als Beifang in der Tiefseefischerei endet.
Warum ist der Blobfisch so hässlich?
Betrachtet man Unterwasseraufnahmen vom Blobfisch fällt auf, dass das Tier in seiner natürlichen Umgebung gar nicht extrem hässlich ist. Das liegt an dem Druck, dem sein Körper in der Tiefsee ausgesetzt ist. Erst wenn der Druck nachlässt, also zum Beispiel, wenn der Blobfisch als Beifang in Fischernetzen endet und so an die Oberfläche gelangt, beginnt die Transformation und der Körper des Fisches quillt aufgrund fehlender Muskeln und Knochen auf, das Tier wirkt in der Folge wie eine geleeartige Masse.
Den Unterschied zwischen dem Aussehen unter Wasser und über Wasser kann man sich hier auf YouTube anschauen:
Der Fisch kann bis zu 100 Jahre alt werden. Zum Titel Fisch des Jahres hatte ihm vor allem ein Radiosender in Neuseeland verholfen, der vor der Abstimmung der neuseeländischen Umweltorganisation „Mountain to Sea Conservation Trust“ viel Werbung für das Tier gemacht hatte. Den zweiten Platz in der Abstimmung bekommt der Kaiserbarsch, der im englischen Sprachraum als „Orange Roughy“ bekannt ist und ebenfalls in der Tiefsee lebt.
