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Unwetter
Offenbach / keu / DWD

Unwetter haben in den vergangen Tagen durch Hagel, Gewitter und Starkregen vielerorts Schäden angerichtet. Über solche Wetterlagen informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) regelmäßig und gibt im Ernstfall auch amtliche Unwetterwarnungen heraus. Doch wo genau der Blitz einschlägt oder Hagelkörner herunterkommen, ist für Meteorologen fast unmöglich weit im Voraus zu wissen. Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst vergleicht das mit dem Wasserkochen: „Man weiß, dass das Wasser heiß wird. Wo die erste Blase aufsteigt, kann man allerdings nicht sagen.“

Blitzeinschlag und Erdrutsche: Starke Unwetter haben am Donnerstag die Polizei im Nordwesten Baden-Württembergs auf Trab gehalten.

Aktualisierung von Wetter- und Unwetterwarnungen

Mehrmals in der Stunde aktualisiert der DWD seine Karte zu Wetter- und Unwetterwarnungen. Neben der „Vorabinformation Unwetter“ gibt es vier Warnstufen zu unterscheiden.

Vorabinformation Unwetter: Vorabinformationen gibt der DWD heraus, wenn eine Region generell mit Unwettern rechnen muss. „Das kann man als eine Art Vorwarnung begreifen“, sagte Ruppert. Die Krux sei, dass sich zu diesem Zeitpunkt Gewitter noch nicht räumlich und zeitlich eingrenzen ließen, teilte der Meteorologe mit. Einige vorgewarnte Gebiete könnten also auch trocken bleiben. Die Vorwarnung gilt für eine Zeit von zwei bis drei Stunden im Voraus.

Starkregen und orkanartiger Wind, Unfälle auf der A8 und unzählige Feuerwehreinsätze – in der Region kam es zu starken Unwettern.

Warnstufe 1 (gelb):
Ab Warnstufe 1 können Meteorologen das Gewittergebiet räumlich und zeitlich besser eingrenzen. Auf der Karte werden Gebiete gelb markiert, in denen man mit Gewittern und Windböen rechnen muss. Die ersten beiden Stufen zählen noch zu den Wetterwarnungen.

Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienst
© Foto: DWD

Warnstufe 2 (orange)

In die zweite Stufe fallen alle Wetterlagen mit starkem Gewitter, Windböen, Starkregen und Dauerregen.

Umgekippte Bäume, abgedeckte Dächer: Ein Sturm verursacht viele Schäden. Was Haus- und Autobesitzer nun wissen müssen.

Warnstufe 3 (rot):

Stufe rot ist erreicht, „wenn wir davon ausgehen, dass golfballgroßer Hagel oder Regen von über 25 Milliliter pro Stunde fallen“, sagte Ruppert. Der DWD empfiehlt ab dieser Stufe, Aufenthalte im Freien zu meiden.

Warnstufe 4 (violett):

Die letzte Warnstufe beschreibt Unwetter, durch die lebensbedrohliche Situationen und große Schäden entstehen können. Diese Zellen können sich sehr schnell entwickeln.

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