München / lby Die Noten im Mathe-Abitur werden in diesem Jahr in Bayern voraussichtlich etwas schlechter sein als zuvor. Das sei aber kein Grund zur Wiederholung, sagt der bayerische Kultusminister.

„Nach dem aktuellen Stand scheint das Mathe-Abitur etwas schlechter auszufallen als in den letzten drei, vier, fünf Jahren“, sagte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München. Konkrete Zahlen nannte er zunächst auch auf wiederholte Nachfrage mit dem Hinweis auf die laufenden Prüfungen nicht. Dem Ministerium zufolge bewegten sich die Mathe-Abiturnoten in den vergangenen Jahren im Durchschnitt um die Note 3.

Minister sieht keinen Grund, in die „Abiturprüfung einzugreifen“

Der Schnitt in diesem Jahr sei „in einer Schwankungsbreite, die bei einigen Fächern üblich ist“, sagte Piazolo weiter. Bislang lägen nur Erstkorrekturen vor. Der Minister betonte: „Dieser Anschein bietet aktuell noch keinen Anlass, in die aktuell laufende Abiturprüfung einzugreifen.“ Die Abi-Prüfung sei nach Experteneinschätzung „durchaus ambitioniert, aber machbar“ gewesen.

In der Diskussion rund um angeblich zu schwere Aufgaben beim Mathe-Abi 2019 erhalten die Schüler Unterstützung. In Bayern stellt sich der Lehrerverband auf ihre Seite.

Das diesjährige Mathe-Abi ist umstritten. Abiturienten bezeichneten es nach den Prüfungen als zu schwer und starteten im Internet eine Petition, die mehr als 70.000 Menschen unterzeichnet haben.

Piazolo hatte danach eine Überprüfung der Aufgaben angekündigt. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir nehmen das natürlich ernst und werden das sorgfältig prüfen.“

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