Bier-Streit bei Edeka: Jetzt äußert sich das Unternehmen zum „Preiskampf“

Der Preiskampf ums Bier zwischen Edeka und AB InBev eskaliert: Jetzt hat Edeka beschlossen, über 80 Marken aus dem Sortiment zu nehmen. (Symbolbild)
Sven Braun/dpaFür Bierfans brechen aktuell schlechte Zeiten an: Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka streicht 10 Biermarken aus dem Sortiment, darunter große Namen. Hintergrund ist ein eskalierender Streit mit dem Brauereikonzern AB InBev über Preiserhöhungen. Bleiben Bierfans jetzt durstig?
Edeka und AB InBev: Die Hintergründe
Edeka und der Getränkekonzern AB InBev streiten über Preise. Laut Edeka verlangt der Brauriese über die europäische Einkaufsorganisation Everest eine massive Preiserhöhung in Millionenhöhe. Begründet sei das nicht durch gestiegene Produktionskosten, so Unternehmenssprecher Gernot Kasel. „Diese überzogene Preisforderung können wir im Sinne unserer Kundinnen und Kunden nicht akzeptieren“, sagte Kasel.
Edeka hat bereits reagiert: Mehrere Produkte von AB InBev wurden vorerst ausgelistet bzw. wurden die Bestellmengen reduziert, um den Druck in den Verhandlungen zu erhöhen. Der Handel verkauft vorhandene Bestände zunächst ab. Mit leeren Regalen rechnet Edeka aber nicht. Aus der Zentrale heißt es: Die Lager seien gut gefüllt, die betroffenen Marken blieben weiter verfügbar.
Diese Biermarken sind betroffen
Zum Konzern AB InBev gehören weltweit über 80 Marken. In Deutschland betroffen sind bekannte Namen wie Beck's, Diebels, Franziskaner, Haake-Beck, Corona, Hasseröder, Löwenbräu, Spatenbräu, Leffe, San Miguel und Hoegaarden.
Edeka hofft auf Einigung
Ob und wann die betroffenen Marken zurückkehren, ist offen. Edeka betont, dass man weiter auf eine Einigung setze. Bis dahin hofft Edeka, dass Verbraucherinnen und Verbraucher zu anderen Marken sowie zu den Eigenmarken wechseln. „Wir stehen aber weiterhin in Gesprächen mit dem Lieferanten und streben eine Einigung zu vertretbaren Preisen an“, so Kasel weiter.
Ob und wann die betroffenen Marken zurückkehren, ist unklar. Edeka will an einer Einigung festhalten, sieht aber auch Chancen für Alternativen im Regal. Kundinnen und Kunden sollen in der Zwischenzeit auf andere Marken oder Eigenmarken ausweichen. „Wir stehen weiter in Gesprächen mit dem Lieferanten und wollen eine Lösung zu fairen Preisen erreichen“, sagte Kasel.
