Bettina Köster (66) ist tot
: Was war die Todesursache?

Bettina Köster prägte mit der Band Malaria! in den frühen 80ern die Musikszene. Nun ist sie in Italien gestorben.
Von
David Hahn
Berlin
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Bildnummer: 56849682  Datum: 20.06.1982  Copyright: imago/Future Image
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Bettina Köster mit der Band Malaria am 20.06.1982 live auf der Documenta 7 im Friedericianum, Kassel.

IMAGO / Future Image

Im Alter von 66 Jahren ist die Künstlerin Bettina Köster in Italien gestorben. Was ist zu den Hintergründen und ihrem Wirken bekannt?

Todesursache: Woran starb Bettina Köster?

Ein Bestattungsinstitut im Ort Capaccio Paestum bestätigte ihren Tod. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, war sie an Krebs erkrankt. Genauere Details sind bislang nicht öffentlich bekannt.

Bettina Köster: Leben und Wirken

Das Musikmagazin „Rolling Stone“ würdigte Köster als eine der prägenden Figuren der frühen Westberliner Underground- und Avantgarde-Szene der späten 1970er und frühen 1980er Jahre. Früh habe sich Köster im Umfeld von Punk, Kunst und experimenteller Musik bewegt.

Auch der „Tagesspiegel“ würdigte sie als Legende der Westberliner Post-Punk-Szene. Dunkel und geheimnisvoll habe ihre Stimme geklungen, mit den Jahren sei sie noch tiefer geworden. Die Anziehungskraft habe das nicht geschmälert, eher im Gegenteil. Man habe der Stimme unbedingt folgen wollen.

Zunächst war Köster Teil der Band Mania D., daraus ging später die Gruppe Malaria! hervor, die Lieder wie „Your Turn to Run“, „You You“, „Thrash Me“ und „Geld/Money“ veröffentlichte. Köster lebte auch lange in New York. In den vergangenen Jahren wohnte sie in Süditalien. Ihre frühere Bandkollegin Gudrun Gut hatte sie Angaben der dpa zufolge vor ihrem Tod besucht: „Ich war sehr froh, dass ich mit Freunden noch bei ihr sein konnte.“ Das sei sehr schön gewesen.

Das Lied „Kaltes klares Wasser“ wurde viele Jahre nach der Veröffentlichung von Chicks On Speed aufgegriffen. Das Magazin „L-Mag“ sprach Köster einmal darauf an, dass viele Musikschaffende ihr Bands als Einfluss genannt hätten. „Eines der bemerkenswerten Dinge über die Mädchen von Mania D. und Malaria! ist, dass wir Mut hatten“, sagte sie. „Und ich bin wirklich stolz, heute sagen zu können, dass wir durch diesen Mut einige Leute inspiriert haben.“

Mit Material der dpa