Betrugsmasche im Kreis Göppingen: Schockanrufer bringen Senioren um mehrere tausend Euro

Immer wieder bringen Betrüger vor allem ältere Menschen um ihre Ersparnisse - durch Schockanrufe, bei denen sie sich als Polizisten oder Enkelkinder ausgeben, die dringend Hilfe benötigen. Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Anrufen (Symbolbild).
Roland Weihrauch/dpa- Betrüger erbeuteten im Kreis Göppingen am Montag Ersparnisse zweier Senioren.
- In Jebenhausen forderte ein Anrufer Kaution für die angeblich in Haft sitzende Tochter.
- Die Frau übergab mehrere tausend Euro an einen etwa 25-jährigen Abholer mit schwarzer Kleidung.
- In Eislingen gab ein Senior einen Trolley mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag und Münzen ab.
- Die Kriminalpolizei Göppingen ermittelt und rät: auflegen, 110 wählen, kein Geld an Unbekannte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Anruf hat gereicht, um am Montag (4. Mai 2026) im Kreis Göppingen zwei Senioren um ihr Erspartes zu bringen – mit einem Schockanruf, der die Angerufenen in Panik versetzt haben muss.
Betrüger drängen auf Kautionszahlung
Wie die Polizei mitteilt, klingelte am Montagnachmittag das Telefon bei einer Frau in Jebenhausen. Der Anrufer täuschte vor, dass ihre Tochter einen Unfall verursacht hätte. Dabei sei wohl jemand gestorben. Um die angeblich in Haft sitzende Tochter nun gegen Kaution freizukaufen, forderte der Betrüger Geld. Die Seniorin packte daraufhin mehrere tausend Euro Bargeld in einen Umschlag und übergab diesen gegen 15 Uhr an einen Mann, der das Geld abholte. Der Unbekannte war etwa 25 Jahre alt und ca. 160–165 cm groß. Er sah laut Aussage der Frau südländisch aus, trug eine schwarze Hose und ein schwarzes Hemd und hatte kurze, schwarze Haare. Einige Zeit später erkannte die Frau den Betrug und erstattete Anzeige.
Senior übergibt Münz-Sammlung
Auch in Eislingen wurde am Abend des gleichen Tages ein Senior Opfer von Betrügern. Mit derselben Masche forderten die Unbekannten Bargeld. Der Mann übergab gegen 19.30 Uhr einem Abholer einen Reise-Trolley mit einem niedrigen fünfstelligen Bargeldbetrag und eine Münz-Sammlung. Der Unbekannte war etwa 20–30 Jahre alt und ca. 170 cm groß. Er trug eine dunkle Hose und ein helles Hemd. Die Kriminalpolizei Göppingen, Telefon (07161) 63-0, ermittelt nun in beiden Fällen und sucht nach den Betrügern.
Die Polizei gibt grundsätzlich folgende Tipps, um sich vor derartigen Betrügern zu schützen:
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
- Legen Sie den Hörer auf. Wer sich nicht in ein Gespräch verwickeln lässt, kann dabei auch nicht irregeführt werden.
- Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder persönlichen Daten.
- Legen Sie unbedingt zuerst auf! Wählen Sie erst dann selbst die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit.
- Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten. Wer sein Risiko solcher Anrufe verringern will, der sollte sich aus den öffentlichen Verzeichnissen streichen lassen oder veranlassen, dass der Vorname nur abgekürzt genannt wird.
- Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.

